|
Die Leichtigkeit
des Seins
Audi A8-Nachfolger debütiert auf Pariser
Autosalon im Herbst
Erfolgsgeschichte schrieb Audi
mit der 1994 auf der IAA in Frankfurt am Main vorgestellten ersten A8-Generation, von
der bisher über 100.000 Fahrzeuge gebaut wurden. Schon damals setzten die Ingolstädter
Maßstäbe in Gewichtsreduzierung durch den erstmaligen Einsatz von Aluminiumbauweise
in der Serienproduktion. Die Kombination des Audi Space Frame (ASF) in Verbindung mit
dem quattro-Antrieb brachte seinerzeit die Konkurrenz in Verlegenheit, das Kapitel
Fahrdynamik musste neu geschrieben werden.
Beim in Kürze an den Start tretenden neuen A8 soll die Idee der Leichtigkeit neue Bedeutung
erhalten und in den Bereichen Formgebung, Beschleunigung und Gewicht, Fahrdynamik sowie
in der Bedienung vereint werden. Doch gerade im Design der Oberklasse-Limousine wird
deutlich, wie das Audi-Designteam unter der Leitung von Peter Schreyer von der Konzernmutter
Volkswagen geknebelt wurde und anstelle einer wie bei der viel beachteten Studie Avantissimo
gezeigten progressiven Linie leider nur Hausmannskost im Corporate Identity-Stil herauskam.
Scheinbar befürchteten die VW-Verantwortlichen, der A8-Nachfolger könnte dem in direkten
Wettbewerb stehenden und zum Erfolg verdammten Phaeton das Leben zu schwer machen.
Schade, das die Bayern diese Chance nicht besser genutzt haben, um auch hier neue Zeichen
zu setzen. Einzig die Heckpartie enttarnt den A8 auf Anhieb als echte Neuheit, lässt
in ihren Linien jedoch selbst ein Minimum an Harmonie vermissen.
Bemerkenswert ist, das der permanente Allradantrieb im 5,05 Meter langen Audi bisher
noch keine Nachahmer gefunden hat. Erst ab Herbst steht in der Luxusklasse mit der
aufgefrischten Mercedes-Benz S-Klasse und dem optionalen 4MATIC-Allradsystem ein Konkurrenz-Produkt
zur Verfügung. Schließlich ermöglicht nur der Vierradantrieb ein Höchstmaß an Vortrieb
und Seitenführung. Eine serienmäßige adaptive Luftfederung des Aluminium-Fahrwerks
reduziert mit der stufenlos verstellbaren Dämpfung Karosseriebewegungen und optimiert
Straßenlage und Komfort. Dabei kann der Fahrer unter drei vordefinierten Abstufungen
wählen. Neu ist auch das 6-stufige Automatikgetriebe mit tiptronic-Funktion, das die
Kraft der beiden V8-Motoren mit 4.2 und 3.7-Liter Hubraum, die 246 kW/280 PS bzw 206
kW/280 PS leisten und ein maximales Drehmoment von 430 Nm, bzw 360 Nm entwickeln, übermittelt.
TDI und Sechszylinder-Motoren sowie ein Ableger der sportlichen S-Familie folgen zu
einem späteren Zeitpunkt.
Im ausgesprochen luxuriösen Innenraum fällt das MMI-Multi Media Interface System für
die Interaktion mit Fahrzeug- und Kommunikationstechnologie auf, das den Fahrer helfen
soll, sich auf die wesentlichen Ereignisse im Straßenverkehr zu konzentrieren. Auch
der Sicherheitsaspekt wurde überdacht und durch weitere Innovationen ergänzt. So kommt
beim Ingolstädter-Flagschiff erstmals das adaptive light-System mit Abbiegelicht zum
Einsatz sowie eine radargestützte Distanzregelung. Ein automatisches Reifendruck-Kontrollsystem,
zweistufig auslösende Frontairbags, das serienmäßige Kopfairbagsystem sideguard sowie
eine neue Hochleistungsbremsanlage nebst elektronischer Parkbremse ergänzen das neue
gepackte Sicherheitspaket. (dio) |







|