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Audi rüstet
auf
Neuer Audi S4 mit Achtzylindermotor
Das Limousinen der Mittelklasse
die magische 200 PS-Grenze locker erreichen und oftmals auch überschreiten, wundert
heutzutage niemanden mehr. Topmodelle wie BMW M3 oder Mercedes-Benz C32 AMG rollen
mit weiter über 300 PS über die Straßen, ohne das man ihnen die monströse Leistung
auf den ersten Blick ansieht. Jetzt legt Audi mit der Neuauflage des S4 nach und baut den weiterentwickelten 4,2-Liter-V8
mit 344 PS/253 KW in das Erfolgsmodell ein. Leistungsmäßig liegt der Audi mit dem BMW
(343 PS/252 kW) gleichauf, der Mercedes ist ihm sogar leicht überlegen (354 PS/260
kW).Während die Wettbewerber mit sechs Zylindern auskommen müssen, kann der Audi mit
dem einzigen V8-Motor seiner Klasse aufwarten. Zu seinen weiteren Trümpfen zählt der
serienmäßige permanente Allradantrieb quattro, der für eine bestmögliche Traktion sorgt.
Um die überragende Leistung auf die Straße zu bringen mussten die Audi-Ingenieure tief
in die elektronische Trickkiste greifen. So maßregelt der Schleuderschutz ESP bei zu
viel Speed in Kurven und bremst fast unmerklich einzelne Räder ab, eine Antischlupfregelung
verhilft in Verbindung mit dem Allradantrieb zu flotten Ampelstarts, ohne das sich
die 18-Zoll großen Gummiwalzen in Schall und Rauch auflösen. Die Fahrleistungen des
S4 sind exorbitant: So erreicht er den Normspurt auf 100 km/h in traumhaften 5,6 Sekunden,
bis Tempo 200 vergehen gerade einmal 20,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird
- wie mittlerweile üblich - bei 250 km/h elektronisch abgeregelt.
Gegenüber dem Serien-A4 wurde das Chassis um 20 Millimeter abgesenkt. Das straffe aber
nicht harte Aluminiumfahrwerk steckt Unebenheiten und Wellen gut weg, zumindest bei
höheren Geschwindigkeiten. Bei gemächlicherer Fahrweise dringen aber schon mal Stöße
in den Innenraum durch. Die Qual der Wahl stellt sich bei der Frage, welche Getriebekombination
in Frage kommt. Serienmäßig besitzt der S4 eine manuelle 6-Gang-Schaltung, die exakt
zu schalten ist und durch ihre Präzision positiv auffällt. Gegen Aufpreis ist eine
neuentwickelte 6-stufige tiptronic mit dynamischen Schaltprogramm DSP und Sportprogramm
lieferbar, die ab dem zweiten Halbjahr 2003 lieferbar ist und mit lenkradfesten Schaltwippen
ausgerüstet ist, dessen Konzept sich bereits im LeMans-Seriensieger Audi R8 und im
Audi RS6 bewährt hat. Die Ingolstädter optimierten insbesondere die Schaltgeschwindigkeit,
die vor allem beim Zurückschalten spontaner sein soll.
Gemeinsam haben Audis S-Modelle, das sie ihre hohe Leistung nicht zur Schau stellen.
Understatement ist auch beim neuen S4 angesagt, der sich nur im Detail von den übrigen
Vertretern seiner Baureihe unterscheidet. Von Außen ist er an vor allem durch seine
Außenspiegel in Aluminium-Optik, einen kräftigeren, komplett lackierten vorderen Stoßfänger
mit großen Lufteinlässen, Xenon-Scheinwerfer mit titanfarbig abgesetztem Innengehäuse
und einen kleinen dezenten Heckspoiler zu erkennen. Im Innenraum betont das Dreispeichen-Sport-Lenkrad
mit S-Emblem den sportlichen Charakter des Fahrzeugs, Recaro-Sportsitze vorn und hinten
sorgen für festen Seitenhalt und guten Langstreckenkomfort.
Den Durchschnittsverbrauch gibt Audi mit 13,3 Liter Super Plus an, realistisch dürften
jedoch locker 16-17 Liter bei flottem Autobahntempo sein. Das der S4 kein Sonderangebot
darstellt, liegt auf der Hand. Exakt 52.420 Euro sind an den Händler zu überweisen,
für den Avant sogar 54.000 Euro. Doch die Konkurrenz ist keineswegs billiger. Das M3
Coupé gibt's ab 54.000 Euro, Mercedes verlangt für die C32 AMG Limousine satte 57.130
Euro. Achtzylinder und Allradantrieb sind dort allerdings weder für Geld noch für gute
Worte zu bekommen. (dio) |








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