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Der Mythos lebt
Erste Bugatti-Studie EB 118
von Volkswagen
Es scheint kein leichtes Unterfangen zu sein, der Prestigemarke Bugatti wieder neues
Leben einzuhauchen. Anfang der neunziger Jahre versuchte sich der Südtiroler Finanzmakler
Romano Artioli daran, mit dem EB 110 den schnellsten Sportwagen der Welt zu erschaffen
(352 km/h). Mit einem Fahrwerk in Monocoque-Bauweise aus Kohlefaser und einer Karosserie
aus Leichtmetall fanden 139 Fahrzeuge einen Käufer. 1993 debütierte auf dem Genfer
Autosalon der Prototyp einer Luxus-Limousine. Von Italdesign gebaut ging der EB 112
mit 6-Liter-Zwölf-Zylinder-Motor und Allradantrieb jedoch nie in Serie. Als 1995 Artioli
mit seiner Firma in Konkurs ging, dauerte es weitere 3 Jahre, ehe der Volkswagenkonzern
die Markenrechte erwarb. Italdesign wurde erneut beauftragt, einen Prototypen zu entwickeln,
den man auf dem Pariser Salon im Herbst 1998 stolz der Öffentlichkeit vorführte.
Der EB 118 war geboren.
Giugiaro orientierte sich bei der Ausrichtung an typischen Linien ehemaliger Bugatti-Tourenwagen,
interpretierte sie jedoch in die heutige Zeit. Besonders auffällig beim EB 118 sind
die repräsentativen Abmessungen (Länge 5,05 m / Breite 1,99 m / Höhe 1,42 m). Unter
der Vorderhaube schlägt ein vor Kraft strotzender 18-Zylinder-Motor, der aus drei Reihen-6-Zylinderbänken
aus dem Hause VW konstruiert wurde. Mit einem Hubraum von 6.3 Litern leistet der EB
118 408 kW (555 PS) und entwickelt ein Drehmoment von 650 Nm. Ebenfalls von VW sind
der permanente Allradantrieb und die Aluminium-Space-Frame-Technologie.
Die hinteren Kotflügel sind muskulös herausgestellt und vermitteln satte Potenz. Die
imponierenden Räder werden von der Karosserie elegant umhüllt, mit festen und zugleich
weichen Linien. Im Innenraum dominieren Aluminium und Stahl kontrastreich zu Leder
und Wurzelholz.
Der EB 118 verschwand nach dem Autosalon rasch wieder in der Dunkelheit der Entwicklungsstudios
und die Fachwelt ahnte bis dahin noch nicht, welches automobile Abenteuer ihr noch
bevorstand. (dio)
-Fortsetzung folgt-
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