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Der mit
den Motorradfahrern tanzt
Internationale Vorstellung des neuen Chrysler Crossfire in Mainz
Die Beachtung von Presse und Publikum war riesengroß, als Chrysler im Januar 2001 auf
der Detroit
Motor Show ein Concept Car namens
Crossfire vorstellte. Die
Karosserie war ungewöhnlich elegant und sportlich zugleich. Weit ausladende Kotflügel
und groß dimensionierte Räder stachen ins Auge. Nur 6 Monate später fiel die Entscheidung
für einen Serienbau, der in den darauf folgenden 18 Monaten realisiert wurde. Im März
2003 lief beim Osnabrücker Autobauer Karmann der 1. Chrysler Crossfire vom Band. Die
kurze Zeitspanne zwischen dem Concept-Car bis zur Realität von nur 24 Monaten wurde
auch dadurch begünstigt, das die Ingenieure sich frei aus dem Teilelager von Mercedes-Benz
bedienen konnten, was zum Schluss gute 40% ausmachte.
Mit dem Crossfire verspricht sich Chrysler neue Kunden,
die zuvor eher der Konkurrenz zusprachen. Der Crossfire drängt in das Segment von Audi
TT, Porsche Boxter, Alfa Romeo GTV oder des neuen Nissan 350Z. Preislich ist er aber
unter den Modellen der Konkurrenz angesiedelt. Für EUR 37.200,- soll er bei den deutschen
Händlern, denen er europaweit als ersten zur Verfügung steht, zu erwerben sein. Das
Gesamtvolumen von 20.000 Einheiten, die jährlich gebaut werden sollen, sind zu 85 %
für den amerikanischen Markt bestimmt. Für Deutschland erhofft sich Chrysler mit anfänglich
900, später bis zu 1500 Exemplaren jährlich einen entsprechenden Erfolg.
Soweit die graue Theorie, die jeder Praxis vorausgeht. 12 nagelneue Chrysler Crossfire
stehen blankgeputzt zu Probefahrten bereit. Das ausdrucksstarke amerikanische Design
ist auffallend und sorgt überall schnell für neugierige Blicke. Eine lange, mit sieben
Rippen versehene Motorhaube, deren stilistische Mittellinie über das Dach bis zum Heck
führt, sorgt zusammen mit dem ästhetischen Kühlergrill für ein bulliges, kraftvolles
Aussehen. Tief eingeschnittene Luftauslass-Schlitze an den Seiten und die geduckte
Dachlinie gepaart mit den großen Reifen verleihen eine ausgeprägte Präsenz, welche
nicht nur das Herz von Sportwagenfans höher schlagen lässt.
Das Boat Tail genannte Heck verjüngt sich zu einem Schrägheck und geht
in breite Kotflügel über. Der mittig zentrierte Doppelauspuff unterstreicht das knackige
Hinterteil des Crossfire noch und somit dürfte der neue Chrysler eines der schönsten
Fahrzeughecks der letzten Jahre aufweisen. Zumal man zumindest auf deutschen
Autobahnen den Crossfire die meiste Zeit eh von hinten sehen dürfte. Elegant
dazu passt die trapezförmige Heckklappe mit dem integrierten Spoiler, der ab 100 km/h
automatisch ausfährt.
Angetrieben wird der Crossfire von einem 3,2l V6 Aggregat aus dem Mercedes-Regal, das
über 18 Ventile und eine phasenversetzte Doppelzündung mit zwei Zündkerzen pro Zylinder
verfügt. Das bringt 160 kW/217 PS und reicht für eine Beschleunigung von 6,5 Sekunden
um die 100 km/h-Marke zu überschreiten. Dabei arbeitet der Motor akustisch so dezent,
das man ihn im Innenraum kaum wahrnimmt. Dafür erzeugt die Auspuffanlage ein um so
schöneres Geräusch, so das sich auch ein Crossfire mit geschlossenen Augen identifizieren
lässt.
Der Vortrieb endet erst bei knapp über 240 km/h, was aber in Anbetracht der Fahrleistungen
eher zweitrangig ist. Denn richtig Spaß macht der neue Chrysler zu allererst auf kurvigen
Landstraßen. Hier ist er in seinem Element, denn die Kombination aus Motorkraft, gut
ausbalancierter Gewichtsverteilung und einem exzellenten Fahrwerk verleihen eine Straßenlage,
die seinesgleichen sucht. Wie auf Schienen folgt der Crossfire den Lenkbefehlen seines
Piloten. Dazu trägt natürlich auch die äußerst verwindungssteife Karosserie bei, die
steifer ist als die eines Porsche 911 Coupés.
Darauf sind die Chrysler Ingenieure besonders stolz und weisen auch auf die bei trockener
Fahrbahn mögliche Querbeschleunigung von mehr als 1,0 g immer wieder hin. Und die satte
Straßenlage spürt der Fahrer auf jedem Meter. Fast möchte man die entgegenkommenden
Motorradfahrer grüßen, so ein euphorisches Fahrgefühl stellt sich auf kurvigen Strecken
ein. Sicher tragen dazu auch die Niederquerschnittsreifen bei, die wie bei einem Rennwagen
unterschiedliche Größen aufweisen. Sind vorne 225er Reifen montiert, kommen hinten
255er zum Einsatz, jeweils auf formvollendeten Sieben-Speichen-Felgen. Die leichtgängige
und mit extrem kurzen Schaltwegen glänzende 6-Gang-Schaltung komplettiert das gesamte
Paket.
Trotzdem kommt auch hier die Sicherheit nicht zu kurz. Erstmalig in einem Chrysler
werden eine Traktionskontrolle und das Stabilisationsprogramm ESP sowie ein Brems-Assistent
eingesetzt. Vier große Scheibenbremsen mit Vierkanal ABS sind eine Selbstverständlichkeit
ebenso wie Front- und Seitenairbags im Innenraum.
Dort setzt sich auch das Styling der Karosserie konsequent fort. Insbesondere der zentrale
Grat, welcher die Außenhaut überspannt, findet seine Fortsetzung im Innenraum, wo er
von der Motorhaube kommend über das Armaturenbrett und den Schaltknauf verläuft und
so optisch das Cockpit in Verbindung mit der Mittelkonsole in zwei Abteilungen trennt.
Griffig liegt das Lenkrad in der Hand und die gefälligen Rundinstrumente informieren
über die wichtigsten Daten.
Nicht ganz überzeugen kann die Mittelkonsole, deren mattsilbrige Oberfläche nur über
das billige Plastik hinwegtäuschen soll. Hier hätte der Crossfire eindeutig ein hochwertigeres
Material verdient.
Die vielfach elektrisch verstellbaren Ledersitze verfügen über Sitzheizung und bieten
auch großgewachsenen Passagieren bequem Platz, insbesondere in der Kopffreiheit. Sehr
gut gefallen zudem die Außenspiegel, die aerodynamisch optimiert sind und einen großzügigen
Blick nach hinten auf die Straße und die breiten Kotflügel bieten. Sie sind zudem beheizbar.
Letztendlich muss man neidlos eingestehen, das es Chrysler gelungen ist, mit dem Crossfire
ein Sportcoupé auf die Räder zu stellen, das nicht nur mit optischen Werten glänzt,
wie sein sportliches und markantes Äußeres. Auch seine Technologie, das Handling und
nicht zuletzt seine hervorragenden Fahrleistungen dürften zum Maßstab für Chrysler
und seine Mitbewerber werden. Selten konnte ein Sportcoupé vom Stand aus so viele Emotionen
auslösen. Und das ist meist der Schlüssel zum Erfolg. (tho)
Technische Daten:
|
Motorbauart/Zylinderanzahl |
V6-Zylinder |
|
Hubraum [cm3] |
3199 |
|
Leistung [kw/PS]
bei U/min |
160 2187) bei
5700 |
|
Max. Drehmoment
[Nm] bei U/min |
310 bei 3000
- 4600 |
|
Antrieb |
Heckantrieb |
|
Länge x Breite
x Höhe [mm] |
4058 x 1.766
x 1296 |
|
Radstand [mm] |
2400 |
|
Leergewicht
/ Zuladung [kg] |
1452 /213 |
|
Kofferraum
[L] |
215 |
|
Tankinhalt
[L] |
60 |
|
Höchstgeschwindigkeit
[km/h] |
250 |
|
Beschleunigung
0 - 100 km/h [s] |
6,9 |
|
Durchschnittsverbrauch
[L/100 km] |
10,4 Super
bleifrei 95 ROZ |
|
Preis |
37.200,- |
Chrysler bei www.automobilrevue.de
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California Cruiser
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PT Cruiser Limited
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Sebring- Cabrio
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Sebring- Cabrio 2.7 LX
Chrysler
Voyager
2005 gibt es zwei neue Sondermodelle
des Crossfire namens Black Line und Silver LIne. Nähere Informationen darüber finden
Sie hier.
Weitere Informationen bei: www.chrysler.de |
Fotos: Th.Oelschläger













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