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Master
and Slave
Chrysler Four-Twelve
Eines der großen Highlights der diesjährigen Detroit Motor Show ist das Chrysler ME Four-Twelve
Concept. Dieser Supersportwagen ist nicht nur ein Designstatement, sondern soll im
besonderen auch die technische Kompetenz der Amerikaner unterstreichen. Das Herz des
heckgetriebenen Mittelmotorsportlers ist ein 6-Liter-V 12 von AMG, der von vier Turboladern
beatmet wird. Diese Maschine mobilisiert 625 kW/850 PS bei 5750 U/min und bringt 1050
Nm auf die Kurbelwelle. Durch das niedrige Gesamtgewicht von 1310 kg beträgt das Leistungsgewicht
etwa 1,6kg pro PS ein absoluter Spitzenwert. So beschleunigt der ME dann auch
in unglaublichen 3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von
wahnsinnigen 400 km/h. Ein sequentielles Siebengang-Getriebe mit Doppelkupplung sorgt
für einen ununterbrochenen Kraftfluss die Schaltvorgänge erfolgen innerhalb
von 200 Millisekunden. Geschaltet wird über Paddel am Lenkrad.
Die Karosserie besteht aus Karbonfiber, bei deren Gestaltung darauf geachtet wurde,
dass sie in Struktur, Materialanmutung und Farbe perfekt zum Aluminium-Monocoque passt.
Um die Festigkeit der tragenden Struktur zu erhöhen wurden zusätzliche Chrom-Molybdän-Hilfsrahmen
und verformbare Aluminium-Elemente integriert. So entstand eine ultraleichte Struktur,
die trotzdem hochfest ist und alle amerikanischen Sicherheitsnormen erfüllt.
Das Fahrwerk besteht aus doppelten Dreieckslenkern, liegenden und elektronisch gesteuerten
Dämpfern sowie Edelstahlfedern. Die innenbelüfteten Sechs-Kolben-Carbonbremsen haben
einen Durchmesser von 381 mm und wiegen 65 Prozent weniger als ein Äquivalent aus Stahl.
Auf den 19x10"-Rädern der Vorderachse sind Hochleistungs-Reifen der Größe 265/35ZR19
montiert, auf den 20x12.5"-Räder der Hinterachse wird die Größe 335/30ZR20 verwendet.
Ein computergesteuerter Heckflügel sorgt bei 300km/h für einen Abtrieb von 421 kg.
Alle Öffnungen des Wagenkörpers dienen zur optimalen Belüftung der mechanischen Komponenten.
Zudem erfüllt die Karosserie aerodynamische Aufgaben: Frontöffnung, Unterboden sowie
die Ausformung des Hecks erhöhen zusätzlich den mechanischen Abtrieb. Das Karosseriedesign
wirkt wie mit dem Laser geschnitten. Allein die runde Form der Front findet keine wirkliche
Anbindung an die aufregenden Formen des Profils und des Hecks.
Innen werden die Struktur des Carbonfibers sowie Teile des Aluminiumrahmens als Element
der Innenarchitektur benutzt. Die Innenhöhe ist so bemessen, dass auch grossgewachsene
Personen einen guten Zugang sowie angemessene Platzverhältnisse vorfinden. Lederbezogene
Sportsitze auf Karbonfiberbasis, ein asymetrisches Lenkrad, eine automatische Klimaanlage
sowie ein Premium-Audiosystem vervollständigen die Ausstattung. Ein grosses Glasdach
sorgt für eine luftige Atmosphäre und der Copilot kann sich auf eigens angebrachten
Fußstützen fixieren, wenn der Fahrer dem ME die volle Leistung abverlangt.
Durch die Verwendung fortschrittlicher Materialien, aerodynamischer Effizienz und hoher
Leistungsfähigkeit positioniert sich der ME an der Spitze der aktuellen Supersportwagen
und steht für das, was Chrysler über die Entwicklung begehrenswerter und aufregender
Fahrzeuge gelernt hat. Es soll nicht bei der Studie bleiben: Die Chrysler-Ingenieure
planen einen fahrfertigen Prototypen bis zum Sommer 2004 auf die Strasse zu bringen.
(dio)
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