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VIP-Shuttle
Chrysler Grand Voyager LX 2.8 CDI
20 Jahre ist es her, als die damalige Chrysler Corporation mit dem Voyager ein neues
Fahrzeugsegment gründete. Seitdem liefen mehr als zehn Millionen Minivans von den Bändern
und bezeugen somit den überragenden Erfolg des weltweiten Marktführers. Jetzt legt
Chrysler nach und bietet
auch in Europa den Grand Voyager mit dem pfiffigen Stown Go Sitz-
und Ladesystem an.
Bereits in der kurzen Version ist der Chrysler Voyager ein höchst individuelles Auto.
Dafür sorgt schon eine Linienführung, die amerikanische Extravaganz mit Solidität verbindet.
Der Grand Voyager übertrifft mit knapp 5,10 Meter Länge den kurzen Voyager
um 29 cm und eignet sich somit besonders gut als praktischer Familientransporter oder
imageträchtiger VIP-Shuttle, deren mehr oder minder prominente Sternchen sich hinter
dunkel getönten Scheiben vor neugierigen Paparazzis abschirmen können. Da sich ein
einzelner Popstar im riesigen Grand Voyager fast schon verloren vorkommen muß, dürfen
nebst Chauffeur und Promi bis zu fünf weitere Rookies auf den edlen Ledersesseln Platz
nehmen. Standesgemäß öffnen sich die seitlichen Schiebetüren auf Tastendruck und gleiten
elektrisch wie von Zauberhand geführt sanft auf. Jetzt muss der Fahrer nur noch eine
präzise Punktlandung auf dem roten Teppich vor dem Hoteleingang schaffen und die Show
kann losgehen. Ein weiterer Druck auf einen Taster an der Dachkonsole und die mächtige
Heckklappe bewegt sich in Begleitung eines warnenden Piepstons langsam nach oben und
gibt den Zugang auf das Gepäck frei.
Und hier beginnt das zweite Schauspiel des Grand Voyager, der seit Dezember 2004 mit
dem innovativen Sitz- und Ladesystem Stown Go ausgerüstet ist, was
frei übersetzt etwa soviel wie Verstauen und losfahren bedeutet. Während
der Bellboy noch damit beschäftigt ist, das Gepäck aus dem üppigen 920 Liter großen
Kofferraum auszuladen und noch nichts vom zusätzlichen Stauraum unter dem Wagenboden
ahnt, öffnen wir schon einmal die beiden Ablagefächer der zweiten Reihe und freuen
uns auf seinen verduzten Gesichtsausdruck beim Entdecken des prall gefüllten Staufachs
im Fahrzeugboden hinter der dritten Reihe.
Von NASA entwickelte Sitze
aus der Raumfahrt
Mit dem Stown Go System können erstmals in einem Minivan die zweite und dritte
Sitzreihe nicht nur vollständig im Boden versenkt, sondern darüber hinaus auch noch
drei Staufächer mit insgesamt 340 Liter Volumen unter dem Wagenboden angeboten werden.
Damit dies möglich wurde griffen die Konstrukteure tief in die Trickkiste und nutzten
sogenannte Super High Density (SHD) Schaum-Sitzpolster, die ursprünglich von der NASA
entwickelt wurden, um den Sitzkomfort für Astronauten zu verbessern. Dadurch bleiben
die Sitze extrem dünn und faltbar und bieten trotzdem vollen Komfort. Neben den Sitzen
musste der komplette Unterboden sowie ein Ladeboden für die zweite Sitzreihe neu entwickelt
werden. Darüber hinaus bekam der Grand Voyager einen neuen Tank, Auspuffanlage und
eine modifizierte Hinterachse verpasst.
Das sich der hohe Aufwand lohnte, beweist die Einfachheit des pfiffigen Systems. Denn
im Gegensatz zu seinen Wettbewerbern können im Chrysler die Sitze in der zweiten und
dritten Reihe mit nur einer Hand mühelos im Wagenboden zusammengefaltet werden
und nicht darauf. Nicht einmal die Kopfstützen brauchen hierzu abgenommen zu werden.
Sind sämtliche Sitze in einer Rekordzeit von maximal 30 Sekunden versenkt, verfügt
der Grand Voyager über einen topfebenen Laderaum mit rekordverdächtigen 4.550 Liter
Volumen.
Verschwenderisch großzügige
Stauboxen und Cupholder
Rekordverdächtig ist auch die Größe seines Innenraumes, mit dem der Grand Voyager neue
Maßstäbe in seinem Segment setzt. Es fehlt ihm genauso wenig an Kopfhöhe wie an Schulterraum,
auch an Ablagemöglichkeiten wurde nicht gespart. Die großzügige Staubox zwischen den
Vordersitzen nimmt locker den Sandwichvorrat einer siebenköpfigen Familie auf und die
beiden Cupholder am unteren Ende der Mittelkonsole kapitulieren selbst vor 1,5-Liter
Flaschen nicht.
Damit Stars und Sternchen entspannt und streßfrei am Zielort ankommen, wurde der Chrysler
ganz auf Komfort getrimmt und mit einer sehr weichen Fahrwerksabstimmung versehen.
Dadurch besitzt der Van allerdings bei flotter Fahrweise eine ausgesprochen starke
Kurvenneigung, die sensiblen Promis auch schon mal auf den Magen schlagen kann. Die
weiche und gefühllose Lenkung verstärkt diesen Eindruck noch und ermahnt zum gemächlichen
Cruisen. Dabei bietet der bullige 2,8-Liter Vierzylinder Commen-Rail Turbodiesel (CRD)
gute Fahrleistungen und mit 360 Nm das höchste Drehmoment seiner Klasse. Die Spitzengeschwindigkeit
von 180 km/h erreicht das kraftvolle Triebwerk mühelos und für den Spurt von 0 auf
100 km/h vergehen gerade einmal 11,9 Sekunden. Sein aussergewöhnlich niedriger Kraftstoffverbrauch
von nur 8,5 Liter Diesel auf 100 km/h im EU-Drittelmix belegt eindrucksvoll die Effiziens
des von Mercedes entwickelten Motors und straft das alte Vorurteil amerikanischer Trinksitten
lügen. Typisch amerikanisch ist dagegen die Viergangautomatik, die traditionell über
einen Lenkstockhebel bedient wird und sich durch sanfte Gangwechsel auszeichnet. Die
gute Geräuschdämmung erlaubt es, Gesprächsstoff zwischen der ersten und dritten Sitzreihe
mühelos auszutauschen und trägt ebenso zum hohen Fahrkomfort bei wie die vibrationsarm
laufende Maschine.
Damit die VIP-Gäste im Falle eines Falles rundum geschützt sind, verfügt der Grand
Voyager über seitliche Airbag-Vorhänge von der A- bis zur D-Säule sowie mehrstufig
auslösende Frontairbags. Als groben Schnitzer muß allerdings das fehlende ESP gewertet
werden, das selbst für Geld und gute Worte nicht zu haben ist.
Fazit:
Der Grand Voyager ist ein toller Marathonläufer für die ganze Familie. Sein großzügiges
Raumangebot und zahlreiche Ablagen machen ihn zum idealen Transporter für kinderreiche
Großfamilien. Das innovative stown go Klappsystem für die hinteren
Sitzreihen verwandelt den Chrysler in Sekundenschnelle vom Minibus zum Stadtlieferwagen
mit topfebener Ladefläche und rund 4,5 Kubikmeter Stauraum. Der kräftige Turbodieselmotor
tut ein übriges und passt hervorragend zum Charakter des großen Amis. Zahlreiche Feautures
wie elektrische Türen und Heckklappe sowie die dunkel getönten Scheiben prädestinieren
ihn überdies zum coolen VIP-shuttle. (dio)
Technische Daten:
(Werksangaben)
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Motorbauart/Zylinderanzahl |
Vierzylinder
Common-Rail Turbodiesel |
|
Hubraum [cm3] |
2.776 |
|
Leistung [kw/PS]
bei U/min |
110/150 bei
3.800 |
|
Max. Drehmoment
[Nm] bei U/min |
360 bei 1.800
2.600 |
|
Antrieb |
Frontantrieb |
|
Länge x Breite
x Höhe [mm] |
5.096 x 1.997
x 1.749 |
|
Radstand [mm] |
3.030 |
|
Leergewicht
/ Zuladung [kg] |
2.055 / 510 |
|
Kofferraum
[L] |
920
4.550 |
|
Tankinhalt
[L] |
75 |
|
Höchstgeschwindigkeit
[km/h] |
180 |
|
Beschleunigung
0 - 100 km/h [s] |
11,9 |
|
Durchschnittsverbrauch
[L/100 km] |
8,5 l Diesel |
|
Grundpreis
[Euro] |
39.350 |
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Fotos: Achmad Setiawan















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