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Ick bin een Berliner
Das mancher Berliner eine freche
Schnauze hat ist kein Geheimnis, unser amerikanischer PT Cruiser Limited, den wir zu
Testfahrten bei Daimler Chrysler in
Berlin abholten, hat auf jeden Fall eine! Welche Erfahrungen wir mit ihm machten lesen
Sie hier.
Das der Chrysler PT Cruiser eine gute Figur macht und im Straßenverkehr aufsehen erregt,
wissen wir spätestens seit der Markteinführung in Deutschland im Juni 2000. Erstaunlich
ist aber, das sich noch immer viele Passanten und Autofahrer ihren Hals nach ihm verrenken
und man von wildfremden Menschen freundlich gegrüßt wird. Immerhin ist er der Verkaufsrenner
bei den deutschen Chrysler Händlern und das Straßenbild gewöhnt sich allmählich an
seinen Anblick. In der Tat macht der Retro-Van von allen Seiten eine gute Figur und
sieht erfrischend anders aus.
Also nichts wie eingestiegen und losgefahren, aber Moment noch wie gehtn
das! Die Anordnung mancher Schalter ist auf den ersten Blick nicht ganz so optimal
gestaltet wie wir uns das wünschen würden, so sind die Taster für die vier elektrischen
Fensterheber auf dem Instrumententräger angeordnet anstatt an den Türen oder ist beispielsweise
die elektrische Spiegelverstellung links unter den Lüftungsdüsen versteckt. Ebenso
die Sitzheizung, die zum Fahren nicht unbedingt notwendig aber dennoch angenehm ist,
deren Zweistufen- Schalter aber so ungünstig am Sitzrand angebracht ist, dass der Blick
nach unten gesenkt werden muß. Gut, das Einmaleins der Bedienung haben wir gelernt,
jetzt noch rasch die Sitze eingestellt und ab gehts. Leider ist die Lehnenverstellung
mittels Kipphebel etwas fummelig und grob geraten, mittels Stellrad wäre der Sitz einfacher
und feiner zu justieren.
Wenn dann aber alles eingestellt ist fühlt man sich gleich wohl und genießt das großzügige
Raumangebot was durchaus auch für Hutträger gilt. Der Lifestyle-Kombi geht fast
schon verschwenderisch damit um und bietet fünf Personen ordentlich Platz. Gut: Der
PT Cruiser ist nach allen Seiten recht übersichtlich was insbesondere Stadtfahrten
und Einparken erleichtert, die erhöhte Sitzposition trägt ihr übriges dazu bei. Geteilter
Meinung darf man bei der Interieur-Gestaltung sein, denn hier verlies die Designer
den Mut, den sie beim zeichnen der trendigen Karosse noch unter Beweis stellen konnten.
Eine Plastikburg in tristem grau und schwarz dominiert, selbst das mit feinem Leder/Alcantara
bezogene Gestühl konnte unserem Wunsch nach etwas mehr Esprit nicht aufhalten.
Nun aber Motor an und losgefahren. Die Schaltung mit der lustigen "Billard"-Kugel
ist trotz des ungewöhnlich langen Hebels knackig und präzise und gehorcht widerstandslos
unseren Befehlen. Das muß sie auch, denn das ewig lang übersetzte Getriebe verlangt
nach viel Schaltarbeit, um mit dem PT nicht nur zu Cruisen sondern auch flott zu fahren.
Schade, denn mit dem 2.0 Liter Vierzylinder mit seinen 104 kW/141 PS wäre er eigentlich
ausreichend motorisiert, wenn ihm die Zahnrad-Maschinerie nicht einen Strich durch
die Rechnung machen würde. Einmal den Schwung auf der Autobahn verloren braucht es
eine ganze Weile, um den Chrysler wieder auf Trapp zu bringen.
Cool bleiben ist dabei angesagt, wenn man zwischenzeitlich von einer Armada an TDIs,
CDIs und diverser Kompaktwagen ausbeschleunigt wird. Geht einem dann nicht vorher
die Straße aus, rennt er bis zu 190 km/h, was völlig ausreichend ist, doch der Weg
dorthin ist lang. Die Werksangaben geben 9,7 Sekunden für den Spurt von Null auf 100
km/h an, das subjektive Gefühl deutlich mehr. Klar, das unter häufiger Vollastausnutzung
der Spritverbrauch in die Höhe schnellt. (Werksangaben: 7,0 - 11,5 Liter Super/100
km)
Nicht nur als Familienvan taugt der PT Cruiser, auch als Lastesel ist er zu gebrauchen.
Die maximale Zuladung beträgt 465 kg, sein Kofferraum fasst 521 Liter, nach umklappen
der Rücksitzlehnen sogar bis zu 2.150. Da passt auch der zurückgebliebene Koffer aus
Berlin noch hinein! Praktisch auch das Gepäcknetz im Kofferraum und die zahlreichen
Ablagen im Innenraum, für deren Belagerung sich immer genügend Kleinkram, Naschzeug
und Getränkedosen findet und die in amerikanischen Autos so selbstverständlich sind
wie Berliner Weiße in der Bundeshauptstadt. Das gilt natürlich auch für die vollständige
Ausstattung in der getesteten Limited-Version. Zentralverriegelung mit Fernbedienung,
vier elektrische Fensterheber, Teil-Leder-Ausstattung, Radio mit CD-Wechsler, Klimaanlage
und verchromte Aluräder gehören u.a. zum Serienumfang des 22.983 / 44.950 DM
teuren Wagens. Wer darauf verzichten kann bekommt die Classic-Version bereits ab 18.381
/ 35.950 DM - ein faires Angebot. (dio) |





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