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Chevrolet
löst Daewoo als preiswerte Einstiegsmarke ab
Nach 9 Jahren aus für Daewoo. Chevrolet übernimmt
Modellpalette
2005 Start bei WTCC Tourenwagenweltmeisterschaft
Daewoo, Daewoo und Du! schallte es durch die Medienlandschaft, als die
Südkoreaner 1995 in Deutschland an den Start gingen. Seitdem ging es bei der kleinen
Marke mit dem großen Preis-Leistungsverhältnis auf und ab. Nach Rekordverkäufen insbesondere
in den neuen Bundesländern stand Daewoo Anfang des neuen Jahrtausends ausgelöst durch
Missmanagement und chronischen Geldmangels vor einem Scherbenhaufen und musste Insolvenz
anmelden. Als Retter in der Not tat sich 2002 der weltgrößte Automobilhersteller General
Motors (GM) hervor, der 44% des Unternehmens übernahm und die Daewoo Auto & Technology
Company Ltd. (GM DAT) gründete.
Während man außerhalb Westeuropas erfolgreich die bekannten Daewoo-Modelle als Chevrolet
verkauft, werden hierzulande die Fahrzeuge nach wie vor als Daewoo vertrieben. Zwecks
besserer Planungssicherheit und Kostenreduzierung (Stichwort Stücklisten) wird GM DAT
ab Februar 2005 nun auch in den übrigen Ländern Daewoo in Chevrolet umbenennen. Neben
der gemeinsamen Nutzung von Plattformen und Technikkomponenten sowie ein weltweites
Entwicklungsnetz soll auch eine bessere Abgrenzung zu Daewoo Electronic stattfinden,
schließlich verbindet niemand Chevrolet mit Klimageräten, TV-Geräten oder Telefonanlagen.
So soll auch im nächsten Jahr die amerikanische Marke Chevrolet ihre globalen Wachstumspläne
weiter fortsetzen und ab Anfang 2005 eine neue Palette an kleinen, kompakten und mittelgroßen
Autos europaweit einführen. Um bereits vom Start weg eine wettbewerbsfähige Modellpalette
verfügbar zu haben, bedient man sich der Autos von der GM Daewoo Auto & Technology
Company Ltd. (GM DAT) in Südkorea, die den heutigen Daewoo-Fahrzeugen entsprechen.
Nach und nach werden weitere Modelle aus anderen Werken des weltweiten Fertigungsverbundes
von General Motors folgen und Chevrolet somit als preiswerte Einstiegsmarke in den
volumenträchtigen und populären Segmenten der Wachstumsmärkte positioniert.
Während die Marke Chevrolet außerhalb Westeuropas bereits etabliert ist, gilt sie hierzulande
noch immer als Synonym für amerikanische Autos mit viel Blech und viel Durst wie beispielsweise
den Chevrolet Trailblazer, Trans Sport und Tahoe. Deren Vertriebsverantwortung für
Westeuropa verbleibt auch weiterhin bei der niederländischen Kroymans Corporation.
Die bisherigen Daewoo-Händler werden ab Februar 2005 das Chevrolet-Markenzeichen tragen
und auch weiterhin für den Daewoo-Service zuständig sein. Dadurch soll ein reibungsloser
Service der rund 115.000 deutschen Daewoo-Besitzer gewährleistet sein, die auch weiterhin
dieselben Garantieansprüche genießen. Für Daewoo-Kunden wurde eine kostenlose Info-Hotline
eingerichtet: Unter der Telefonnummer 0800 8000 555 (Montag bis Sonntag 09:00 bis 18:00
Uhr) und im Internet www.mychevrolet.info
können sich Kunden und Interessenten umfassend informieren.
Für 2005 werden zwei wichtige neue Chevrolet-Modelle erwartet. Bereits einen Monat
nach der Umfirmierung wird auf dem Genfer Salon der neue Matiz vorgestellt, der als
Studie M3X auf dem diesjährigen Pariser Salon erstmals zu sehen war. Im Herbst folgt
dann pünktlich zur IAA mit dem S3X ein SUV, von dem sich Chevrolet einen deutlichen
Verkaufsschub verspricht und der gegen Sorento, X-Trail, Santa Fe und Konsorten antreten
soll. Anfang 2006 werden schließlich die heißersehnten neuen Dieselaggregate erwartet.
Die Studie S3X (Länge/Breite/Höhe: 4639/1848/1722 Millimeter) gibt einen ersten Eindruck
der zukünftigen Chevrolet-Formensprache: Kraftvoll ausgestellte Radhäuser, ausgefüllt
von großen 20-Zoll-Rädern, auffällige Metalleinsätze in Front- und Heck-Stoßfängern,
horizontale Belüftungsöffnungen in den Kotflügeln und juwelenartige Frontscheinwerfer,
bei denen die Lichtablenkung durch zylindrische Prismen erfolgt. Offen wie geschlossen
sorgt das große Lamellen-Glasdach für eine helle, großzügige Atmosphäre im Innenraum
des S3X. Darüber hinaus ist das Chevrolet-Showcar praktisch: Die Heckscheibe lässt
sich separat öffnen, so dass der Gepäckraum bequem zugänglich ist, ohne extra die Heckklappe
öffnen zu müssen. Außerdem bietet die Studie S3X trotz der kompakten Abmessungen dank
eines langen Radstands von rund 2,70 Metern Platz für drei Sitzreihen und damit sieben
Passagiere.
Um die hierzulande recht unbekannte Marke Chevrolet populärer zu machen, tritt Chevrolet
mit dem Lacetti WTCC (in Deutschland heißt das Serienfahrzeug Nubira) bei der Tourenwagenweltmeisterschaft
an. Bei Chevrolets technischem Partner, der Ray Mallock GmbH in Wellingborough, Großbritannien,
werden die Fahrzeuge aufgebaut. Erstmals wird ein in Europa hergestellter Chevrolet-Rennwagen
über den Asphalt rollen. Dies ist gleichbedeutend mit dem Startschuss für das 3-Jahres-Programm,
mit dem Chevrolet Europe in der Tourenwagenweltmeisterschaft Gas geben wird. Das
sind wirklich aufregende Tage", erklärt Chevrolets europäischer Motorsportmanager
Eric Nève. "Die Konstruktion der Renn- und Testwagen ist bei der Ray Mallock GmbH
in der Entwicklung und die Fahrer (Alain Menu, Nicola Larini und Rob Huff) können es
kaum abwarten, die Fahrzeuge zu testen.
Das erste Rennwochenende (mit 2 Rennen pro Wochenende) wird in Monza am 10. April erfolgen.
Danach wird die WTCC die erste Hälfte der Saison im europäischen Magny-Cours (1. Mai),
Silverstone (18. September) und Imola (29 Mai) weiterführen. Das erste außereuropäische
Event wird auf der Puebla-Rennstrecke in Mexiko stattfinden (26. Juni), anschließend
kehrt die WTCC für die zweite Hälfte der Saison ins europäische Spa (30. Juli), nach
Oschersleben (28. August), Istanbul (18. September) und Valencia (2. Oktober) zurück.
Das Saisonfinale wird am 20. November auf der berüchtigten Rennstrecke von Macau in
der Volksrepublik China stattfinden. (dio) |
Chevrolet S3X



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