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Unterwegs
mit dem Cross-Country-Van Daihatsu Terios
Cross-Country-Van? Was soll
denn das bitte schön sein fragte sich auch unsere Online-Redaktion und fuhr den unkonventionellen
Gelände-Van aus Japan. Was sich hinter der exotisch anmutenden Bezeichnung verbirgt
erfahren Sie hier.
In schickem Schwarz mit wuchtigen silbernen Stoßleisten ringsum verstrahlt der Daihatsu
kraftvolle Eleganz, trotz das sein 1,70 Meter hoher Aufbau ein wenig pummelig wirkt,
was insbesondere durch die schmale Karosserie (1,56 Meter) verstärkt wird. Dennoch
wirkt der Terios sympathisch und modern, erst recht nach dem umfangreichen Facelift
im Herbst 2000, bei dem u.a. Kühlergrill und Stoßfänger neu gestaltet wurden und neue
Motoren zum Einsatz kamen. Der Frage, ob er eher Geländewagen oder Minivan ist, sind
wir auf den Grund gegangen.
Um die Antwort vorweg zu nehmen keines so beides, denn der Terios fühlt sich
ungeachtet des permanenten Allradantriebes doch lieber auf asphaltierten Stadtstraßen,
bestenfalls aber auf mittelmäßigen Feldwegen, wohl und für einen familientauglichen
Van ist er uns eine Spur zu kompakt geraten. Aber wie so oft macht es auch hier die
Mischung und der Cross-Country-Van ist ein echtes Freizeit- und Spaßmobil. Vier Insassen
haben genügend Platz, bei fünfen reiben sich auf der Rücksitzbank dann aber schon spürbar
die Ellenbogen aneinander. Angenehm die dank der hohen Sitzposition gute Übersichtlichkeit,
Einparken bereitet somit keinerlei Schwierigkeiten. Die seitlich schwenkbare Heckklappe
mit dem aufgesetzten Reserverad macht nicht nur optisch etwas her, sie ist auch durchaus
praktisch. Der gut zugängliche Kofferraum fasst 205 538 Liter, zu bemängeln
gibt es lediglich eine fehlende Gepäckraumabdeckung, die neugierige Blicke unterbindet.
Die Instrumente sind leicht abzulesen und sinnvoll arrangiert, so das sich markenfremde
Fahrer auf anhieb zurecht finden. Auf längeren Strecken störte uns die sehr eng stehende
Pedalerie, die den rechten Fuß in eine unbequeme Position zwingt. Kernige Typen mit
grobem Schuhwerk werden ihre Schwierigkeiten haben, beim Gasgeben nicht auch gleichzeitig
zu bremsen. Die eher auf das Format zierlicher Japaner abgestimmten Vordersitze mit
zu kurzen Schenkelauflagen machen Langstrecken nicht unbedingt zu einem Vergnügen.
Eine fehlende Gurthöhenverstellung bekräftigte unseren Eindruck, dass der Terios primär
auf die Belange des japanischen Marktes abgestimmt ist.
Typisch japanisch ist auch die reichhaltige Serienausstattung, die neben elektrischen
Fensterhebern vorne, elektrisch verstellbaren Außenspiegel, Zentralverriegelung auch
Klimaanlage und Alufelgen umfasst. Das wie Fahrer- und Beifahrerairbag auch ABS und
Gurtstraffer aufpreisfrei mitgeliefert werden, versteht sich da fast von selbst.
Auf der Antriebsseite hat die Kundschaft nicht viele Wahlmöglichkeiten. Daihatsu offeriert
den Terios ausschließlich mit einem völlig neuentwickelten 1,3-Liter Vierzylinder-Benziner
mit 63 kW/86 PS. Sein maximales Drehmoment von 120 Nm liegt jetzt schon bei 3200 U/min
an, (Vorgänger 105 Nm bei 5100 U/min) die variable Nockenwellenverstellung DVVT
(Dynamic Variable Valve Timing) machts möglich. Der Sechzehnventiler harmoniert
gut mit dem präzise abgestimmten Fünfganggetriebe und auch die Fahrleistungen sind
für den 1.050 kg schweren Wagen passabel, der Null auf Tempo 100 in 16,1 Sekunden und
eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h erreicht (Werksangaben). Auf einigen Autobahnstrecken
mit langen Geraden gaukelte der Tacho unseres Testfahrzeuges allerdings auch mal bis
zu 170 km/h vor, doch der brummige Motor ermahnt im Vollastbereich stets zu gemäßigter
Fahrweise, was dann auch das Geräuschniveau wieder auf ein erträgliches Maß bringt.
Trotz einiger Schwächen ist der Daihatsu Terios ein attraktives Angebot und erobert
die Herzen vor allem mit seinem gefälligen Design und dem günstigen Einstandspreis
von 14.055 /27.490 DM. Sein Jagdrevier ist hauptsächlich der Großstadtdschungel,
wo er dank seiner hohen Sitzposition und der guten Übersichtlichkeit auftrumpfen kann.
(dio) |
Fotos: Dirk Oelschläger








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