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Kleiner
Riese
Kompakt-Vans liegen im Trend. Spätestens
seit den herausragenden Erfolgen von Renault Scenic und Opel Zafira setzen die meisten
Hersteller auf das One-Box-Design und möchten in dem am schnellsten wachsenden Marktsegment
kräftig mitmischen. Auch bei den Micro-Vans herrscht hoher Konkurrenzdruck. Allen voran
die Asiaten stellen mit Daewoo
Kalos, Daihatsu YRV,
Honda Jazz, Hyundai Gentz, Suzuki Igniz und Toyota Yaris Verso ein breitgefächertes
Angebot auf die Räder. www.automobilrevue.de sammelte Alltags-Erfahrungen mit dem Daihatsu
YRV.
Kompakte Fahrzeuge zu erschwinglichen Preisen haben bei Daihatsu Tradition. Neben Grand
Move und Move ist der im Januar 2001 präsentierte YRV der kleinste und mit einem Basispreis
von 10.990 Euro für den 1.0 Plus günstigste Mini-Van der japanischen Marke. Dabei gehört
der YRV aber eher zu den großen, denn sein variabler Innenraum bietet ein herausragendes
Platzangebot für fünf Personen bei nur 3,77 Metern Außenlänge. Sein Geheimnis liegt
in der ungewöhnlichen Fahrzeughöhe von 1,55 Meter. Dadurch konnten die Rücksitze leicht
erhöht angeordnet werden und bieten somit einen ordentlichen Beinraum.
Bei der von uns gefahrenen Version 1.3 Top für 14.590 Euro können zudem die Rücksitze
um bis zu 15 cm in Fahrzeuglängsrichtung verschoben sowie individuell verstellt und
vorgeklappt werden. Durch Umklappen der Sitzlehnen (50:50- Teilung) entsteht so eine
völlig ebene Ladefläche, mit einer Kapazität von bis zu 1.076 Litern. Groß genug, um
selbst das 26- Zoll-Mountainbike unseres Testfahrers mit auf Tour zu nehmen. Klappt
man zudem den Laderaumboden auf, finden sich drei weitere sichtgeschützte Staufächer,
die allerlei Krimskrams aufnehmen und vor neugierigen Blicken verstecken können.
Auch vorne herrscht im fünftürigen Japaner ordentlich Platz. Die leicht konturierten
Sportsitze geben ausreichenden Seitenhalt, bieten jedoch eine zu kurze Schenkelauflage
und die Lehnenverstellung könnte Feinrastiger sein. Das Cockpit gibt sich trotz dreierlei
Plastikmix keck und peppig und durchaus aufgeräumt. Die weiß unterlegten Anzeigenskalen
mit den kontrastreichen roten Zeigern sind gut abzulesen und verleihen dem YRV einen
sportlichen Touch. Störend sind dagegen die Spiegelungen des Instrumententrägers in
der Frontscheibe.
Keine Wünsche läßt die reichhaltige Serienausstattung mit Drehzahlmesser, elektrischen
Fensterhebern vorn und hinten, elektrisch verstellbaren Außenspiegel, Klimaanlage,
Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und Leichtmetallfelgen offen. Für ein hohes
Sicherheitsniveau sorgen zudem neben ABS mit EBD (elektronisches Bremskraftverteilungs-
System) Front- und Seitenairbags sowie - und das ist in dieser Klasse bemerkenswert
- separate Kopfairbags vorne, die sich im Falle eines Aufpralls als seitlicher Vorhang
entfalten. Serienmäßig bei allen YRV-Versionen ist zudem das CF-Sicherheitssystem,
welches bei einem Crash automatisch die Türen entriegelt sowie Warnblinkanlage und
Innenraumbeleuchtung aktiviert.
Sportlich und markant zeigt sich das klare und moderne Karosseriedesign des Daihatsu,
dessen Fensterunterkanten pfeilförmig nach vorne weisen und dabei positiv das Raumgefühl
und die Rundumsicht verbessern. Das dritte Seitenfenster erleichtert den Blick nach
schräg hinten und streckt die Linie optisch in die Länge. In der Frontalen fällt der
mächtige, fast schon ein wenig aggressiv wirkende, Stoßfänger mit den großen Öffnungen
auf, der im Kontrast zum schnörkellosen Heck mit den großen Dreiecksleuchten steht.
Sportlich geht es auch unter der kurzen Fronthaube her. Die bereits aus Terios und Sirion bekannte 1.3-Liter-Maschine hat mit dem
900 kg leichten Wagen keinerlei Mühen. Das 64 kW/87 PS mobilisierende Antriebsaggregat
gibt sich drehfreudig und agil, verlangt aber nach fleißiger Schaltarbeit, weswegen
wir uns im zähfließenden Stadtverkehr die gegen 1.120 Euro Aufpreis erhältliche 4-Stufen-Automatik
gewünscht hätten. Auf schnell gefahrenen längeren Autobahnetappen fühlt sich der YRV
naturgemäß nicht sonderlich wohl, da die hohe Geräuschkulisse nicht nur monoton sondern
auch nervig sein kann.
Obwohl mit 175 km/h ausreichend schnell sollte man Situationen meiden, in denen man
ausgebremst wird oder hinter einem schleichenden Lastwagen hängen bleibt. Um den kleinen
Daihatsu wieder auf Touren zu bringen braucht es schon eine ordentliche Portion Entschlossenheit
und vor allem Geduld. Wer gerne sportlich unterwegs ist greift daher besser gleich
zum turbogeladenen 95 kW/129 PS starken GTti für 17.349 Euro, der allerdings nur in
einer streng limitierten Auflage nach Deutschland kommt. Mit der serienmäßigen 4-Gang-Automatik
mit manueller Steer-Shift-Schaltung, mit der sich die Gänge per Knopfdruck am Lenkrad
wechseln lassen, kommt echtes Racefeeling auf.
Doch auch mit der 1.3-Liter-Version kommt man unter Alltagsbedingungen prima aus. Wer
mit dem Gaspedal vernünftig umgeht wird mit einem Benzinverbrauch von 5,1 bis 7,6 Litern
pro 100 km belohnt (Werksangaben). Niedrige Versicherungseinstufungen (KH13, VK17,
TK22) sowie die günstige Schadstoffklasse D4 runden unser positives Gesamtbild des
originellen Daihatsu ab. (dio)
Daihatsu bei www.automobilrevue.de:
Daihatsu
Terios
Weitere Informationen zu Daihatsu finden Sie unter: www.Daihatsu.de
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Fotos: A. Setiawan













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