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Darf's
ein bisschen mehr sein?
Kia Motors überarbeitet Kompaktwagen Rio
Der koreanische Fahrzeugproduzent Kia Motors hat sich in den vergangenen Jahren auf den
europäischen Märkten insbesondere durch sein Angebot an soliden und sehr preiswerten
Autos einen Namen gemacht. Das die Koreaner gute und erschwingliche Wagen bauen können,
ist schon lange kein Geheimnis mehr. Jetzt legte Kia nach und präsentierte den eben
auf dem Pariser Salon vorgestellten Kompaktwagen Rio in Barcelona der internationalen
Motorpresse zu ersten Fahrteindrücken.
In Deutschland wird der neue Rio, der ab Mitte Oktober bei den Händlern stehen wird,
ausschließlich als fünftürige Fließheck-Limousine mit zwei verschiedenen Motorisierungen
angeboten. Sensationell ist dabei der günstige Einstandspreis von nur 10.990 Euro für
den 1.3 RS mit 60 kW/82 PS. Wer jetzt glaubt, dafür einen spartanisch ausgestatteten
Kleinwagen zu bekommen, der irrt. Der 4,24 Meter lange Rio bietet dank eines großzügigen
Radstandes genügend Platz für europäische Großwüchsige. Und an Komfort soll es niemanden
mangeln, denn selbst die Basisversion bietet eine vollwertige Ausstattung, bei der
auch die sicherheitsrelevanten Details wie ABS mit EBD, je zwei Kopf- und Seitenairbags
und pyrotechnische Gurtstraffer vorn nicht vergessen wurden.
Darf's ein bisschen mehr sein? Gegen 910 Euro Aufpreis gibt's die gehobenere LS-Ausstattung,
bei der noch elektrische Spiegel, Nebelscheinwerfer, einen höhenverstellbaren Fahrersitz
mit Mittelarmlehne, sowie vier elektrische Fensterheber und eine Zentralverriegelung
mit an Bord sind. Auch unter der Motorhaube gibt's auf Wunsch einen satten Nachschlag.
Wer noch einmal 700 Euro investiert, bekommt zur RS-Version die kräftigere 1.5-Liter-Maschine
mit 71 kW/97 PS (12.600 Euro) geliefert. Doch nicht nur preisbewusste Käufer kommen
beim neuen Rio auf ihre Kosten. Auch praktisch veranlagte Kia-Kunden werden nicht enttäuscht
sein. Denn durch das fast schon coupéartige Kombiheck wird die Fließheck- Limousine
zum Lademeister: 449 Liter Gepäck bis Fensterhöhe, bis Dachhöhe bei umgeklappter Rücksitzbank
(asymmetrisch) sind es sogar 1.277 Liter, die in den Koreaner verstaut werden können.
Im überarbeiteten Innenraum finden sich neben der neu gestalteten Mittelkonsole zahlreiche
Ablagen und Staufächer, doch die Anmutung wirkt - wie schon beim Vorgänger - immer
noch etwas fad und billig, doch irgendwo musste natürlich der Rotstift angesetzt werden.
Auch im Exterieur fallen zahlreiche Änderungen ins Auge, so zum Beispiel die neue Front
mit größeren Scheinwerfern und breiterem Kühlergrill, der das charismatische Kia-Gesicht
lächelnd in die westliche Welt trägt. Die schnittige Seitensilhouette weckt Erinnerungen
an ein Coupé und mündet in einem schnörkellosen Heckabschluss.
Bei ersten Probefahrten auf dem iberischen Festland gefielen auf Anhieb die leichtgängige
Lenkung und die präzise Getriebeabstufung, während das Fahrwerk durch lautes Poltern
auf sich aufmerksam machte. Auch die nur mäßige Traktion der serienmäßigen 14-Zoll-Räder
mit 175/65er-Reifen ließ zu wünschen übrig, obwohl man selbst bei der Fünfzehnhunderter-Maschine
kaum von Übermotorisierung sprechen kann. Der recht brummige und rau laufende Benziner
beschleunigt den Rio in 11,6 Sekunden auf 100 km/h und lässt eine Höchstgeschwindigkeit
von 175 km/h zu. Den Verbrauch gibt Kia mit durchschnittlich 7,1 Liter Normalbenzin
auf 100 Kilometern an.
Der Rio richtet sich an die Zielgruppe der 25- bis 35jährigen, die einen aktiven Lebensstil
pflegen und trotz Kostenbewusstsein auch etwas "fürs Auge" wollen. Dank seiner
Variabilität empfiehlt er sich vor allem für junge Familien sowie für Freizeit-Aktivisten
mit umfangreichem Transportbedarf. Immerhin entschieden sich weltweit im Jahr 2000
113.372 Käufer für den Kompaktwagen und machten ihn damit zum bestverkauften Exportmodell
von Kia Motors. (dio)
Kia bei www.automobilrevue.de:
Kia
Carens
Kia
Magentis 2.5-V6
Weitere Informationen zu Kia finden Sie unter: www.kia.de |








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