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Kia Sorento
Die zweite Generation des SUV aus Korea soll an den Erfolg des Ersten anknüpfen. Dafür hat
Kia den Sorento grundlegend überarbeitet. Im Hause Kia möchte man sich mit der zweiten Version
des Sorento im Rennen um Marktanteile im begehrten, wenn auch nicht gar so günstigen, Segment
der SUVs weiterhin gut positionieren. Um es gleich vorneweg zu nehmen gut haben sie
es gemacht.
Es stehen zwei Motoren zur Wahl: der 2,4 Liter Benziner mit 174 PS und die getestete 2,2 L
Dieselvariante mit 197 PS. Schon der erste Eindruck des nun neun Zentimeter längeren SUV mit
der Tiger-Nase verspricht viel. Durch das gelungene Design mit geänderten C- und
D-Säulen, dazu satte Felgen und die nach hinten ansteigende Gürtellinie braucht sich der Kia
nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Im Gegenteil schaut man sich die Leistungsdaten
des Common-Rail-Diesel an, so sind hier Tempo 100 in 10,0 Sekunden und 190 km/h als Obergrenze
notiert. Leises und durchaus lässiges Beschleunigen hat seinen Ursprung in 436 Newtonmeter
Drehmoment, die auch gerne zum ziehen von 2000 kg Anhängerlast verwendet werden können. Wobei
gesagt werden muss, dass Kia an einer höheren Anhängerlast (2.800 kg) arbeitet.



Das Sechsgang Automatikgetriebe lässt den Sorento bei Drehzahlen zwischen 1.800 und 2.500 gediegen
auf der Straße liegen und setzt mit einem CO2 Ausstoß von 194 g/km und einen Verbrauch beim
Allradantrieb im oberen Siebenliter-Bereich (laut Datenblatt 6,6 Liter) ein deutliches Signal
an die Konkurrenz.
Außer dem Motor ist auch das neue Konstruktionsmodell für den sparsameren Verbrauch verantwortlich.
Kia hat den Leiterrahmen durch eine selbsttragende Karosserie ersetzt und jedem Reifen seine
eigene Aufhängung gegönnt - die Starrachse hat ausgedient. Dadurch wird Geländetauglichkeit
gegen Gewichtsverlust von teilweise mehr als 200 kg getauscht. Für holprige Pisten und Feldwege
reicht es aber allemal noch. Für mehr Offroad wäre der optionale Allradantrieb (4WD) allerdings
Pflicht. Serienmäßig ist bei allen drei Modellreihen die Berganfahr- und -abfahrhilfe.



Weitere Bestandteile des serienmäßigen Sicherheitskonzepts in allen Modellen sind aktive Kopfstützen,
Bremsassistent, ESP, ESC und weitere Nettigkeiten führten dann auch zu fünf Sternen im NCAP
Crashtest. Wer mag, kann sich ab der Ausstattungslinie Spirit noch für 350 Euro
das Bild einer Rückfahrkamera in den Innenspiegel zaubern lassen. Wobei der Kia nicht nur recht
übersichtlich sondern auch sehr wendig und mit einem kleinen Wendekreis von 10,9 Meter ausgestattet
ist.


Kleinere Abstriche muss man beim Seitenhalt der Sitze machen. Doch die gute Federung gepaart
mit der angenehmen Lenkung machen vieles wett. Der erhöht Straßenfahrkomfort macht sich so
dann auch auf längeren Strecken positiv bemerkbar.
Der Innenraum ist größer geworden, deutlich zu spüren bekommen dies die Passagiere der zweiten
und optionalen dritten Reihe. Ein durchdachtes System bietet 2 weiteren Fahrgästen Platz, um
so mit 7 Personen unterwegs zu sein. Die 900 Euro für die dritte Sitzreihe ab Vision
sind definitiv gut angelegt. Dadurch bleiben aber nur noch knapp 100 Liter Kofferraumvolumen
übrig. Genug allerdings, um einen zusammengeklappten Kinder-Buggy und ein paar Kleinigkeiten
zu verstauen. Sind die beiden Einzelsitze wieder im Kofferraumboden verschwunden, bietet sich
Stauraum für 516 Liter. Klappt man nun gar auch die zweite Reihe um und lädt bis unters Dach,
so erhält man in Summe 1570 Liter.
Im sonst solide verarbeiteten Innenraum stören lediglich die größeren Hartplastikflächen. Doch
richtet man seinen Blick gen Himmel so geht die Sonne auf. Das große Panoramadach mit
Schiebedach ist sicherlich ein Prunkstück beim Sorento und für 900 Euro ein must have.




Der Einstiegspreis des Attract für den Benziner liegt bei 28.505 Euro - für den
Diesel werden mindestens 30.770 Euro aufgerufen. Wer trotz der üppigen Serienausstattung gerne
ein paar Extras hätte, benötigt den Vision oder Spirit. Der Preis ist
absolut stimmig und der Kia Sorento weiß außerdem mit neuen Design, sieben Plätzen und dem
Panoramadach gänzlich zu überzeugen. Wer nur gelegentlich vom Asphalt abkommt und nicht zwingend
Stern, Niere oder Ringe an der Motorhaube braucht, der ist definitiv bei der Next Generation
Sorento gut aufgehoben. (tor)
Kia bei ww.automobilrevue.de:
Weitere Informationen zu Kia finden Sie unter: www.kia.de
Fotos: Kia & Tobias Reinhard