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the roots
Mazda6 Sport Kombi
Rund 20 Jahre ist es her, das Mazdas 626 das erfolgreichste Mittelklasse Importmodell
auf dem deutschen Markt war. Als 1987 der Nachfolger präsentiert wurde, gingen die
Verkäufe stetig bergab, der 626 verschwand im japanischen Einerlei-Design der neunziger
Jahre. Doch mit dem im Sommer 2002 präsentierten Nachfolger Mazda6 bewies das Unternehmen
Mut und stellte eine sportlich-dynamische Limousine auf die Räder, die binnen kürzester
Zeit an längst vergangene Erfolge anknüpfen konnte und den Neubeginn einer konsequenten
Produktoffensive markierte. Seitdem schwimmt der Mazda6 auf der Erfolgswelle ganz oben
und ist in Deutschland wieder das erfolgreichste Importmodell in der Mittelklasse.
www.automobilrevue.de war dem Geheimnis des Erfolges auf der Spur.
Zu Hochzeiten des Vorgängers 626 leistete sich Mazda den Luxus von 4 Karosserievarianten,
doch das Coupé, welches schon immer ein stiefmütterliches Dasein fristete, fiel im
Laufe der Jahre dem Rotstift zum Opfer. Dennoch ist die aktuelle Modellpalette attraktiver
denn je und mit dem kürzlich vorgestellten 260 PS starken Mazda6 MPS auch wieder um
eine Sportversion reicher. Doch auch die übrigen Modelle sind heiß begehrt, was in
erster Linie auf das frische Design, attraktive Motoren sowie ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis
zurückzuführen ist. Insbesondere der von uns gefahrenen Sport-Kombi unterstreicht mit
seiner dynamischen Silhouette den sportlichen Anspruch der Marke und gefällt durch
seine harmonische Linienführung. Mit ihm markierte Mazda den Anfang einer Produktoffensive,
die zahlreiche neue Modelle wie den Mazda RX-8, Mazda3 oder demnächst den Mazda5 hervorbrachte.
Die markante Frontpartie mit dem akzentuierten 5-Punkt-Grill, den hervorstechenden
Lufteinlässen in der Frontschürze und den schönen Klarglas-Scheinwerfern heben Mazdas
Mittelklasse wohltuend von der Konkurrenz ab und versprechen Eigenständigkeit mit hohem
Wiedererkennungswert. Im Seitenprofil fallen die schwarzen Fensterstege und die bis
zum Heck durchgängige Blechsicke sowie die um die Ecken herumgezogenen Rückleuchten
auf, an denen der Mazda6 sofort als solcher zu identifizieren ist.
Fürstliches Platzangebot in
Kofferraum und Fond
Im Innenraum erwartet einen ein sportliches Interieur mit handlichem Lederlenkrad und
dem aktuellen Trend folgend Applikationen auf der Mittelkonsole im Titan look, die
unaufdringlich eine Brise Sportlichkeit offerieren. Chromringe setzten moderne Akzente
rings um die klassischen Rundinstrumente und die rote Nachtbeleuchtung erinnert stark
an die Premium-Konkurrenz aus München. Schade nur, das die Schalter für die elektrischen
Fensterheber im Dunkeln nicht beleuchtet sind und es eine Automatikfunktion nur für
die Fahrerseite gibt. Die Bedienung wirft keine Fragen auf, so das die Betriebsanleitung
getrost ungelesen im üppigen Handschuhfach verbleiben darf. An Ablagemöglichkeiten
mangelt es vorne nicht, lediglich die Fondpassagiere wissen nicht so recht wohin mit
ihren Reiseutensilien. Dafür glänzt der Sport Kombi mit einem geräumigen Kofferraum,
der mit einem maximalen Ladevolumen von 1.712 Litern das Niveau der Klassenbesten erreicht
und somit deutlich macht, das der Mazda mehr ist als ein Lifestyle-Kombi. Schon der
normale Kofferraum faßt 505 Liter und bietet durch Staufächer im Boden die Möglichkeit,
Kleinkram gut und unsichtbar zu verstauen. Acht integrierte Haken sorgen zudem dafür,
das Gepäckstücke unabhängig ihrer Größe sicher verzurrt werden können. Wer oft sperriges
Ladegut befördern will, freut sich über die ebene Ladefläche, die mit einem Handgriff
durch umlegen von Sitzflächen und Lehnen entsteht, ohne das die hinteren Kopfstützen
abgenommen werden müssen.
Die komfortabel gepolsterten Vordersitze bieten guten Seitenhalt und eignen sich prima
für Langstrecken. Auch hinten sitzen drei Passagiere recht kommod und freuen sich über
Dreipunktgurte auf allen Plätzen. Die Verarbeitung des Mazdas macht einen sehr guten
Eindruck. Kein Klappern oder Knistern, gleichmäßige Spaltmaße und hochwertige Materialien
überzeugen auf Anhieb.
Die flotte und spontane Gasannahme
flösst Respekt ein
Mazda bietet seine Mittelklasse Baureihe mit zwei Common-Rail-Dieselantrieben an, die
beide über einen Hubraum von zwei Litern verfügen und in zwei Leistungsstufen mit 89
kW/121 PS oder 100 kW/136 PS erhältlich sind. Die von uns gefahrene Topversion, die
sich in erster Linie durch einen anderen Chip unterscheidet, macht mit reichlich Durchzugskraft
auf sich aufmerksam. Bei Vollgas durchfährt die Passagiere ab ca. 2.000 Touren ein
kräftiger Ruck, der sie schonungslos in die Rücksitzlehnen presst. Selbst im zweiten
Gang neigen die Vorderräder noch zur Aktivierung der Traktionskontrolle, Dieselfahren
in seiner schönsten Form. Die flotte und spontane Gasannahme flösst Respekt ein und
die Endgeschwindigkeit von 210 km/h ist völlig ausreichend. Aber auch hier gibt es
Schattenseiten, denn der Selbstzünder nagelt und schüttelt sich mitunter und reizt
ab 4.000/min durch sein dumpfes Wummern die Nerven der Insassen - hier könnte ein sechster
Gang für Abhilfe sorgen. Auch beim Thema Umwelt muss der Mazda Federn lassen, denn
bei der ungünstigen Euro III Einstufung zeigt sich, das die Konkurrenz einen Schritt
voraus ist. Auf einen Partikelfilter warten Mazda-Kunden ebenfalls noch vergeblich.
Auf der Habenseite steht hingegen das exzellente Fahrverhalten des Sport Kombis. Das
Fahrwerk giert geradezu nach Kurven, zeigt wenig Seitenneigung und macht den Mazda
unglaublich handlich. Die exakte und vor allem direkte Lenkung kaschiert die eigentliche
Größe des Japaners und sorgt so für sehr viel Fahrspaß. Keine Frage, der Mazda 6 besitzt
eines der besten und fahraktivsten Fahrwerke seiner Klasse, stets neutral und gutmütig
und nur in engen, zügig durchfahrenen Kurven neigt der vollbeladene Wagen zum Untersteuern.
Pluspunkte sammelt er auch bei den Kosten. Der Testverbrauch von 8,6 Liter/100 km mag
zwar eher Durchschnitt sein, jedoch ist hierbei anzumerken, das der Mazda meist mit
fünf Personen und reichlich Gepäck beladen war. Doch spätestens beim Anschaffungspreis
beginnt das große Sparen, denn wo andere Lifestyle-Laster erst jenseits von 30.000
anfangen, ist der Sport Kombi Diesel bereits ab 25.520 in der reichhaltig
ausgestatteten Exclusive-Version zu bekommen, die neben ESP (DSC), reichlich Airbags,
Audio-System, Klimaautomatik, Geschwindigkeitsregelanlage sowie rundum elektrische
Fensterheber enthält.
Fazit:
Mit dem Mazda6 Sport Kombi ist den Japanern ein toller Familienwagen gelungen, der
sowohl ökonomische als auch sportliche Bedürfnisse in hohem Maße befriedigt. Die Kombination
mit dem Power-Diesel ist sehr zu empfehlen, denn die puren Leistungsdaten auf dem Papier
sagen nur die halbe Wahrheit über den agilen Kombi. Mit diesem modernen Fahrzeug mit
frischem Design und sportlichem Touch legt Mazda die Messlatte in der hartumkämpften
Mittelklasse hoch an. Besonders die markanten Leuchten heben den Mazda6 erfreulich
von der Masse der Kombis ab und verleihen ihm einen hohen Wiedererkennungseffekt. Auch
am Preis gemessen ist er ein attraktives Angebot, denn der Mazda bietet viel Platz
und Komfort fürs Geld. Für das Premiumlabel mangelt es jedoch noch etwas an Feinschliff,
wie beispielsweise der brummige Motor. (dio)
Technische Daten:
(Werksangaben)
|
Motorbauart/Zylinderanzahl |
Vierzylinder
Common-Rail Turbodiesel |
|
Hubraum [cm3] |
1.998 |
|
Leistung [kw/PS]
bei U/min |
100 / 136 bei
3.500 |
|
Max. Drehmoment
[Nm] bei U/min |
310 bei 2.000 |
|
Antrieb |
Frontantrieb |
|
Länge x Breite
x Höhe [mm] |
4.700 x 1.780
x 1.480 |
|
Radstand [mm] |
2.675 |
|
Leergewicht
/ Zuladung [kg] |
1.540 / 470 |
|
Kofferraum
[L] |
505 bis 1.712 |
|
Tankinhalt
[L] |
64 |
|
Höchstgeschwindigkeit
[km/h] |
200 |
|
Beschleunigung
0 - 100 km/h [s] |
11,1 |
|
Durchschnittsverbrauch
[L/100 km] |
6,5 l Diesel
(Testverbrauch: 8,6)l |
|
Grundpreis
[Euro] |
25.520 |
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Fotos: Achmad Setiawan
















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