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Auf der
Jagd nach Kunden
Opel erweitert Vectra-Familie um neuen
Signum ab Frühjahr 2003
Einst nannte man die praktischen Fünftürer
mit großer Heckklappe vom Schlage Astra, Golf und Konsorten einfach nur Kompaktwagen.
Angesiedelt irgendwo zwischen Fließheck und Kombilimousine. Auch der neue Opel
Signum, der im März 2003 auf dem Genfer Autosalon Weltpremiere feiern und kurze Zeit
später in den Handel kommen wird, besitzt eine große Klappe, doch ist er weder Kombi
noch Kompaktwagen. Nein, der Signum will viel mehr sein, Vorstandschef Carl-Peter Forster
sieht in ihm die "Business Class von Opel". Mit ihm gehen die Rüsselsheimer
Autobauer auf Eroberungsjagd und wildern auf fremden Märkten und in fremden Marken.
Außergewöhnlich am Signum sind die Proportionen: Mit 4.636 Millimetern Länge übertrifft
er die Vectra Limousine gerade mal um 40 Millimeter, weist mit 2.830 Millimetern aber
satte 130 Millimeter mehr Radstand auf, was in erster Linie den Fondpassagieren zu
gute kommt, die Platz und Komfort wie sonst nur in der Oberklasse üblich vorfinden.
Pfiffig ist auch das innovative Sitzsystem. Bei Bedarf können die Passagiere im hinteren
Abteil die beiden äußeren Einzelsitze im Fond für maximale Beinfreiheit unabhängig
voneinander jeweils um 130 Millimeter in Längsrichtung verschieben. Zusätzlich lassen
sich die Lehnen auf eine Ruheposition von 28 Grad einstellen ähnlich wie die
Sitzposition in der Business Class im Flugzeug. Werden die drei Fond-Sitze nach vorn
umgeklappt, erhält man eine völlig ebene Ladefläche mit einem Kofferraumvolumen von
1.400 Liter.
Das die besten Plätze hinten sind stellt man spätestens dann fest, wenn der "Travel
Assistant" zwischen den beiden äußeren Fondsitzen verankert wird. Dieser birgt
zwei ausfaltbare Tabletts, eine Kühlbox, einen Abfallbehälter, Cup Holder, elektrischer
Anschluss und Halterung für einen portablen DVD-Player sowie separate Bedienelemente
für die Radiosteuerung. Auch der Über-Kopf-Stauraum erinnert stark an die Businessabteile
von Flugzeugen. Die durchgängige Dachkonsole beherbergt neben Leselampen für alle Insassen
fünf Staufächer für den alltäglichen Autofahrer-Kleinkram.
Auch unter der Haube findet man Neues: So wird im Signum als erster Opel ein Benzin-Direkteinspritzer
mit 2.2 Litern Hubraum und 114 kW/155 PS angeboten, weiterhin ein völlig neuer 2.0
Liter Turbo-Motor mit 129 kW/175 PS sowie ein V6-Common-Rail-Diesel mit 3.0 Liter Hubraum
und starken 130 kW/177 PS. Wegweisende Neuerungen stellen das "mitlenkende"
adaptive AFL-Scheinwerfersystem mit Bi-Xenon-Technologie oder der achtfach verstellbare,
orthopädisch optimierte Fahrersitz mit Klimatisierung dar.
Für Opel-Chef Forster spielt das dritte Vectra-Familienglied eine wichtige strategische
Rolle: "Der Signum ist, wie der neue kompakte Minivan Meriva, mit seinem dynamischen
Design und seinem neuartigen, flexiblen Raumkonzept ein Paradebeispiel für die kommenden
wegweisenden Produkte von Opel. Künftig werden rund 40 Prozent unserer Modelle solche
innovativen Fahrzeugkonzepte verkörpern, die klassischen Segmentgrenzen überschreiten
und neue Segmente definieren. Mit dem Signum setzen wir wörtlich ein neues Zeichen
in der automobilen Welt." (dio)
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