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Mondial de l'Automobile
Paris 2002 Showcars
28. September bis 13.Oktober 2002
Fotos: A. Setiawan
Carcerano Lancia Granturismo
Die italienische Konstruktions- und Designfirma Carcerano stellt mit der aufregenden Studie Lancia Granturismo ihr know how unter Beweis. Die
markante Frontpartie mit dem typischen Lancia-Grill interpretiert das Familiengesicht auf eigenständige
Art. Besonders auffällig sind die vertikalen Scheinwerfer mit jeweils sechs Leuchteinheiten.
Die Seitenlinie des Viertürers wird von hohen Schultern geprägt, die fließend
in das Heck münden. Die Türen kommen dabei ohne Griffe aus und fügen sich harmonisch
ein. In der Heckansicht wirkt der Granturismo trotz des schlanken Dachaufbaus extrem bullig
und potent. Leider wird diese hübsche GT-Limousine nur eine Studie bleiben.
Chrysler California Cruiser
Der Chrysler California Cruiser
gikt als Vorbote einer ganzen Reihe zukünftiger Concept- und Showcars der Chrysler Group.
Er zeigt das weiterentwickelte Gesicht des neuen Crossfire und der auf der Detroit Motorshow vorgestellten Studie Pacifica. Der California Cruiser definiert Optik und Innenraum-
Funktionalität eines "Surf Wagon" neu, mit genügend Platz für vier
Personen und jedes erdenkliche Extremsport-Spielzeug - und dazu noch mit der Möglichkeit,
den Innenraum zu einem Hotelzimmer für zwei umzuwandeln. Mehr zum Chrysler California Cruiser...
Citroen Airdream
Mit der Vorstellung der 2+2 Coupes C-Airdream verleiht Citroen der Formensprache der Marke eine neue Gestalt. Gestreckte Proportionen und beschwingte
Linien verleihen der Studie die Silhouette eines dynamischen Coupes. Die Formen scheinen förmlich
zu fließen. Die zwei filigran geformten, mit der Lenkung schwenkenden Scheinwerfer, die
den Doppelwinkel auf der Kühlermaske einrahmen, sind harmonisch in die glatte Motorhaube
integriert. Die leicht nach hinten gerundete Gürtellinie soll in Verbindung mit den klar
abgesetzten Kotflügeln einen Eindruck von Stabilität und guter Straßenlage
vermitteln. Die stark geneigte Windschutzscheibe geht unmittelbar in die Wölbung des Daches
über, welches rundum verglast ist und den Insassen freien Ausblick nach allen Seiten gibt.
Das Dach wird durch die "überraschend" abfallende Heckscheibe abgeschlossen.
Öffnet man die Türen, wird das Spiel des Lichts erkennbar, das sich mit der Gestik
der Insassen verbindet und das Interieur zum Leben erweckt. "Die Gediegene Atmosphäre
des Coupes wird von ätherischen Lichtstrahlen erfüllt, die sich zwischen den Türen,
den Sitzen, der Mittelkonsole und der Armaturentafel reflektieren und damit das harmonische
Zusammenspiel der Elemente des Interieurs betonen. Zugleich strömt durch das Panoramadach
sanftes Licht ein, das die gedämpften Farbtöne des Innenraums erwärmt."
(Citroen Pressetext)
Durch Nutzung der Drive-by-Wire Technologie konnte der Fahrerplatz des C-Airdream völlig
neu konzipiert werden. Das Fehlen von mechanischen Komponenten wie Lenksäule oder Pedale
bringt eine erhebliche Verringerung der Verletzungsgefahr im Falle einer Kollision mit sich.
Schlussendlich erhöht die Anbringung der Bedienelemente am Lenkrad die Reaktionsgeschwindigkeit,
und spart wertvolle Zeit, insbesondere beim Bremsen, wo der Fuß nicht mehr nach dem Bremspedal
zu suchen braucht.
Ford Streetka
Nach mehr als eine Million produzierter Ka überarbeitet Ford den Kleinstwagen rundum und erweitert ihn um den zweisitzigen Roadster Streetka, der
auf ausdrücklichen Kundenwunsch im Frühjahr 2003 zum Preis ab 16.990 Euro in Serie
gehen wird. Der ursprünglich als Design-Konzept bei Ghia entstandene Streetka avancierte
zum Star des Turiner Autosalons 2000. Die optisch weitgehend erhaltene Konzeptstudie wurde
in Zusammenarbeit mit Pininfarina, dem Turiner Spezialisten
für Kleinserien, auf die Räder gestellt.
Obgleich der Streetka klar ersichtlich auf dem Ka basiert, besitzt er eine eigenständige
Karosseriestruktur, die speziell für die Anforderungen des kleinen Roadsters konzipiert
wurde. Der Streetka besitzt ein markantes, ausdrucksstarkes Gesicht. Die in Wagenfarbe lackierten
Stoßfänger reichen um die ausgeschnittenen Radhäuser herum und rahmen die gegenüber
dem Ka dynamischer gestalteten Scheinwerfer ein. Integrierte Nebelleuchten setzen weitere Akzente.
Damit sich ein echtes Roadster-Feeling einstellt, wurde die Frontscheibe verkürzt und
die Türen mit rahmenlosen Fenstern bestückt. Das manuell zu öffnende Stoffdach
verbirgt sich unter einer flachen Klappe, so das im hinteren Bereich nur noch die beiden verchromten
Überrollbügel zu sehen sind.
Unterhalb der Dachmechanik befindet sich ein zusätzlicher, großzügiger Stauraum.
Eine verschließbare Box im Innenraum nimmt CD's und andere Kleinigkeiten auf. Der eigentliche
Kofferraum fasst insgesamt 214 Liter. Die Heckpartie wurde gegenüber der Studie um einen
integrierten Spoiler ergänzt, der Fahrdynamik und Fahrstabilität verbessern soll.
Um das Risiko von Beschädigungen bei kleineren Parkremplern zu verringern, wurden die
zweiteiligen eckigen Rückleuchten im hinteren Stoßfänger gegenüber dem
Showcar zurückversetzt. Als Motorisierung kommt zunächst der neue 70 kW/95 PS starke
1.6 Liter Duratec 8V-Motor, der eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 12,1 Sekunden und
eine Höchstgeschwindigkeit von 173 km/h ermöglichen soll. Der Durchschnittsverbrauch
wird mit 7,9 Liter/ 100 km angegeben.
Ford Focus C-Max
Kompaktvans sind der Verkaufsrenner im neuen Jahrtausend und haben den Status eines Nischenmodells
schon lange abgelegt, was die Erfolgsgeschichte von Opel Zafira und Renault Scenic eindrucksvoll
beweist. Ford hatte bisher nur den Focus
Turnier im Angebot und zeigt mit der Studie Focus C-Max seine - reichlich späte - Interpretation
eines modernen Kompaktvans. Der in hell schimmernden Tonic Blue lackierte C-Max Concept besticht
im Innenraum durch Luxus: Die einzigartige Sitzplatzanordnung von vier Einzelplätzen,
das DVD-basierte Multimedia-System in Fond und eine exklusive Innenraum-Architektur prägen
das Interieur. An beiden Seiten des Dachhimmels ziehen sich getönte Glasbänder über
die gesamte Länge. Sie rahmen die mittig gelegene Multifunktionskonsole ein, in der sich
die für jeden Passagier individuelle Innenraum-Lichtsteuerung, Stauräume und die
innovative drahtlose Übertragungstechnik befinden.
Der C-Max Concept nimmt zahlreiche Designanleihen des Focus auf, der trapezförmige Kühlergrill,
kantige Hauptscheinwerfer und der große untere Grill gehören zu den aktuellen Design-Merkmalen
von Ford. Die Seitenpartie kommt ohne seitliche Wölbungen aus und läßt das
Erscheinungsbild schlanker wirken. Innovative Technologien wie das Sicherheitssystem IRIS,
die elektronische Feststellbremse, das Infotainment-System und fortschrittliches Lichtdesign
erhöhen Sicherheit und Komfort der Insassen.
GM Hy-Wire
Der GM Hy-Wire kombiniert erstmals
Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb und By-wire-Technologie. Im Unterschied zur visionären
Studie Autonomy, die Anfang des Jahres in Detroit der Öffentlichkeit präsentiert wurde, ist
der Hy-Wire ein reeller, fahrbarer Prototyp, mit dem die Funktionstüchtigkeit des Konzeptes
unter Beweis und Vertrauen in die neue Technologie gestellt werden soll. Ehrgeiziges Ziel ist
es, mit überzeugenden und erschwinglichen Brennstoffzellen-Fahrzeugen am Ende des Jahrzehnts
auf der Straße zu sein. Alle Antriebs- und Kontrollsysteme des Fahrzeugs befinden sich
in einem 279 Millimeter dicken Skateboard-artigen Chassis. Das maximiert den Innenraum für
fünf Personen und ihr Gepäck.
Es gibt keinen Motor, über den man hinweg schauen müsste, und es sind keine Pedale
zu bedienen nur eine Steuer- und Kontrolleinheit namens "X-drive", die leicht
auf die linke oder rechte Fahrerposition gebracht werden kann. Durch die Kombination von Brennstoffzelle
und By-wire-Technologie konnte ein neuartiges Packaging realisiert werden, wodurch eine neue
Welt von Chassis-Architekturen und maßgeschneiderter individueller Karosserien eröffnet
werden. Das Design baut darauf auf, dass es keinen Motorraum mehr gibt, das Fahrzeug ist von
vorne bis hinten sehr offen. Die Front- und Heckabschlüsse sind aus transparentem Glas
gefertigt, Betrachter können so von vorn bis hinten durch das Auto schauen. Die freizügige
Verwendung von Glas und das Fehlen einer Motorhaube verschaffen dem Fahrer außerdem eine
bessere optische Kontrolle der Straße. Um diesen Effekt zu verstärken, sind sogar
die Sitzrücken offen. Es gibt keinen Steg, die sogenannte B-Säule, zwischen vorderen
und hinteren Türen.
Möglich wurde dies alles durch die neuartige By-wire-Technologie, die eine elektrische
statt mechanische Kontrolle von Lenkung, Bremsen und anderen Fahrzeugsystemen realisiert und
so dem Fahrer größere Freiheit verschafft. Er hat nun die Möglichkeit, entweder
mit der linken oder der rechten Hand zu bremsen und zu beschleunigen. Der Fahrer beschleunigt,
in dem er den linken oder rechten Handgriff leicht dreht, und bremst, in dem er die Hebel an
den Handgriffen zusammendrückt. Die Handgriffe gleiten zum Lenken auf und nieder. Die
X-Drive-Einheit, die außerdem einen Monitor für die wichtigsten Fahrzeugfunktionen
umfasst, lässt sich auf einem horizontalen Träger quer durch das ganze Fahrzeug leicht
von einer Seite zur anderen verschieben. Das ist ein weiteres Beispiel für die extreme
Flexibilität der Fahrzeugarchitektur.
Ein einzelner Verbindungsstecker sorgt für den Kontakt zwischen dem Chassis aus Aluminium
und der Fiberglas-Karosserie. Die mechanische Verbindung übernehmen zehn Karosserie-Aufnahmepunkte.
Die Brennstoffzelle, die eine Dauerleistung von 94 kW/128 PS erzeugt, ist im Heck des Chassis
installiert. Der größte Teil des Chassis ist 279 Millimeter dick, an den Rändern
verschlankt es sich auf 177 Millimeter. Der elektrische Motor treibt die Vorderräder an
und ist quer zwischen ihnen eingebaut. Drei zylindrische Tanks, in denen der Kraftstoff Wasserstoff
bei einem Druck von 350 bar gespeichert wird, sind zentral im Chassis untergebracht. Der Hy-wire
wiegt 1.900 Kilogramm und hat 20-Zoll-Räder vorn und 22-Zoll-Räder hinten. Die Unterbringung
aller technischen Elemente im Chassis sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt, und gibt
der Studie ein hohes Sicherheits- und Fahrdynamikpotenzial. Anforderungen an die passive Sicherheit
sollen in einer späteren Entwicklungsphase durch Prallelemente, so genannte Crash-Boxen,
erfüllt werden.
Hyundai HCD-7
Hyundai setzt mit dem HCD-7
seine fast schon traditionell zu nennende Reihe von ausgefallenen Concept Cars fort. (Vgl. HCD-6) Die 4,96 Meter lange Luxuslimousine den Coupé-artigen Proportionen entstand
im kalifornischen Hyundai-Designzentrum in Fountain Valley und liefert eine ganze Reihe neuer
Lösungen. Die weit ausgestellten Radhäuser beherbergen 21 Zoll große Räder
und lassen die Studie sportlich und kraftvoll wirken. Die senkrecht angeordneten Frontscheinwerfer
mit Projektionstechnik sowie die vertikal positionierten Rückleuchten geben dem HCD-7
eine eigenständige Optik.
Zur Verringerung von Windgeräuschen wurde die Windschutzscheibe um die A-Säule herum
gezogen und bündig an die Seitenscheiben angeschlossen. Im Interieur erinnern die konkav
gewölbten Innenraumverkleidungen der Türen an die runde Form einer Flugzeugkabine.
Auf eine Mittelkonsole wurde zugunsten eines großzügigen Raumempfindens verzichtet.
Stattdessen werden sämtliche notwendigen Informationen über einen Flachbildschirm
auf der Oberseite des Armaturenbretts geliefert, geschaltet wird mit den beiden Paddels am
Lenkrad. Als Antrieb dient ein 4,5 Liter V8 mit 199 kW/270 PS.
Kia KCV-II
Die Studie KCV-II ist das Ergebnis einer Kreuzung der praktischen Vorzüge eines Pickup
mit dem Fahrvergnügen eines Coupé des Kia European Design Studios in Frankfurt. Auffallendes Feature ist ein durchgängiges
Aluminiumband, das am Kühlergrill beginnt, entlang den Flanken unterhalb der Fensterlinie
verläuft und schließlich in der Begrenzung des Laderaums mündet. Das Design
des Grills ist ein möglicher Vorschlag auf das zukünftige Kia-Gesicht. Ungewöhnlich
für ein SUV sind die Supersportwagen abgeschauten vorderen Schmetterlings-Scherentüren
sowie die hinten angeschlagenen Fondtüren. Durch den Verzicht auf eine B-Säule entstand
so ein großzügiger Einstieg in die Fahrgastkabine.
Die massiven Rundinstrumente sind ähnlich wie bei einem Motorrad an der Lenksäule
aufgehängt und drehen sich mit. Mittelkonsole und Schalthebel sind aus einer geschmiedeten
Legierung hergestellt und verleihen zusammen mit den hochwertigen Lederbezügen für
Sitze, Armaturentafel und Türinnenverkleidungen ein exklusives Oberflächen-Ambiente,
das von Kameras, Stereo-Equipment und von Motorrädern inspiriert wurde. Zwei transparente
Glasdachtafeln fluten den Innenraum mit natürlichem Licht. Zusammen mit der großen
und extrem schräg stehenden Frontscheibe entsteht so ein überraschen großzügiges
Raumgefühl. Die Fondpassagiere sitzen etwas höher und aufrechter und haben etwas
weniger Bein- und Kopffreiheit zur Verfügung. Doch wenn die fast senkrecht stehende Heckscheibe
aufgeklappt wird, sind die hinteren Insassen den Elementen der Natur ausgesetzt, fast wie in
einem Cabriolet. Klappt man zudem die innere Ladebordwand auf und legt die Rücksitzlehnen
um, entsteht so eine 2,5 x 1,1 Meter große Ladefläche.
Lexus Sportcoupé
In dem Steven Spielberg Film "Minority Report" spielt das futuristische Lexus Sportcoupé neben Tom Cruise die automobilre Hauptrolle. Der zweisitziger Hochleistungs-Sportwagen
des Jahres 2054 zeichnet sich durch kraftvolles Design mit weit vorn positionierten Sitzplätzen,
extrem kurzen Radstand und dynamischer Linienführung aus. Das für diesen Science-Fiction-Film
maßgeschneiderte Auto wurde von Designer Harald Belker geschaffen, der auch schon das
"Batmobil" für den Film "Batman und Robin" entwickelt hat. Eine der
aufwändigen Filmszenen spielt in einer vollautomatischen Fabrik, in der Lexus Automobile
gefertigt und lackiert werden. Die Szene beginnt mit der Idee, dass Fahrzeuge in der Zukunft
nicht mehr aus Metall gebaut werden. Stattdessen wachsen sie in einem stereo lithografischen
Behälter, der heutzutage ausschließlich zur Herstellung von kleinen Prototypen genutzt
wird. Im Film wird mit Hilfe von fünf Lasern eine Form aus der Oberfläche einer Flüssigkeit
ausgeschnitten und das Auto so Schicht für Schicht aufgebaut.
Die Ausstattung des Lexus im Einzelnen: Erkennungssystem für Fahrer-Stimmung. Die Farbe
des Fahrzeugs wird je nach Stimmung verändert. Gegen Verformung resistente Memory Metalle
und Karbonfaser verstärkter Verbundwerkstoff, der sich selbsttätig repariert. Brennstoffzellen-Antrieb
mit 492 kW/670 PS starken Mittel-Elektromotor. Infrarot-System zur Unfallvermeidung. Automatisches
Parksystem mit ferngesteuerter Rückgabefunktion. DNA-Erkennung für Fahrzeugöffnung
und Motorstart. Lasergeführte Steuerung.
Mitsubishi Space Liner
Mit dem Concept Space Liner stellt Mitsubishi ein Wohnzimmer auf vier Rädern vor. Die 4,90 Meter lange Monobody-Karosserie mit
2,95 Meter langem Radstand und Proportionen, die das Fahrzeug niedrig und breit wirken lassen,
definiert den Begriff Innenraum auf neue Art. Ein innovatives Sitz-Layout bietet großzügige
Raumverhältnisse und Bewegungsfreiheit für vier Erwachsene. Indirekte Beleuchtung
und lichtdurchlässige Sonnenblenden schaffen eine entspannende Atmosphäre, die den
japanischen Geschmack von Raum und Licht widerspiegelt. Zur Fahrzeugmitte hin öffnende
Türen und elektrisch drehbare Vordersitze erleichtern den Ein- und Ausstieg; die couchartig
gestaltete Rückbank bietet außergewöhnlichen Sitzkomfort.
Modernste elektronische Assistenzsysteme, unter anderem eine automatische Spurhaltungs-Erkennung
entlasten den Fahrer und erhöhen die Verkehrs- und Fahrsicherheit. Gas- und Bremspedalbewegungen
werden per "Drive-by-wire"-Technologie sensorisch geregelt, die Betätigung erfolgt
über Tasten im Lenkrad. Das Fehlen mechanischer Verbindungen erlaubt es, das gesamte Lenkmodul
von der linken auf die rechte Fahrzeugseite (und umgekehrt) zu wechseln. Von Brennstoffzellen
gespeiste Elektromotoren an beiden Achsen sorgen für einen gleichermaßen umweltfreundlichen
wie leistungsfähigen Allrad-Antrieb.
Nissan Micra C+C
Auf Basis des in Paris ebenfalls vorgestellten neuen Micras zeigt Nissan die Konzeptstudie Micra C+C mit neuartigem Klappdach und Platz für vier Personen.
Das elektrisch zu öffnende Glasdach verschwendet zwischen den beiden zusammengefalteten
Hälften kaum Platz und erlaubt ein Kofferraumvolumen von 200 Litern, im geschlossenen
Zustand sogar noch mehr. Im Innenraum gefallen die edlen cremefarbenen Ledersitze und das Nissan
Telematik-Informations-Center, welches das Senden und Empfangen von Email zulässt, bevor
man sich zurücklehnt und die Sonnenstrahlen genießt. In der Vorderansicht scheint
der Micra C+C mit seinen hoch angebrachten Kulleraugen regelrecht zu lächeln, während
der Heckbereich eher durch klare, coole Linien besticht. Die Chancen auf eine Serienfertigung
stehen gut, eine Entscheidung wird aber erst nach Ende des Pariser Salons fallen.
Peugeot 307 CC
Auf dem Pariser
Salon 2000 wurde das Concept-Car Prometheus vorgestellt, das als strukturelle und stilistische Vorlage für die im Mai 2001
eingeführten 307 Limousine diente. Ein Jahr später kamen die erfolgreichen Karosserievarianten
SW und Break hinzu. Auf dem diesjährigen Pariser Salon zeigt Peugeot mit dem 307 CC nun die Fortsetzung seiner Designvorgaben. In der Frontpartie bringt
die kantigere Gestaltung des Bugunterteils die wie die Schnurrhaare einer Raubkatze wirkenden
Ansätze noch besser zur Geltung; der verbreiterte Lufteinlass hat eine Metallstrebe und
rechts und links je einen Zusatzscheinwerfer hinzubekommen. Im Profil zieht sich eine Linie
vom vorderen Radausschnitt bis zu den Heckleuchten nach hinten und fällt hinter dem hinteren
Radausschnitt elegant zur Seite hin ab. Diese Linienführung lässt das Fahrzeugdesign
noch ausgewogener wirken ganz gleich, ob es als Coupé oder als Cabrio unterwegs
ist.
Das automatisch verriegelnde Dach wird elektrisch geöffnet und geschlossen. Die bei offenem
Dach leicht geneigt abgelegte Heckscheibe ermöglicht ein einfaches Be- und Entladen des
Kofferraums. Die Heckklappe besitzt einen aufgesetzten Spoiler mit der dritten Bremsleuchte
in LED-Technik. Rechts und links ist der innere Teil der diagonal geschnittenen Heckleuchten
zu erkennen. Die Heckleuchten mit im Vergleich zu Glühlampen Platz sparenden Leuchtdioden
ragen seitlich in die Kotflügel hinein. Die Leuchtfläche der Blink-, Brems- und Rücklichter
ist wie beim RC
karo und RC pic geneigt und fügt
sich harmonisch in die diagonal gezeichneten Leuchtenausschnitte und das gesamte Fahrzeugdesign
ein.
Die Innenausstattung des Concept-Cars aus zweifarbig rotem und beigem Leder ist auf die feinen
Sitzbezüge abgestimmt. Die Zifferblätter des Kombiinstruments sind mit Chrom eingefasst,
die Bordtelematik kommuniziert mit dem zentral auf dem Armaturenbrett angeordneten Display
im Format 16:9. Durch den nur hinten größeren Überhang ist dieses Fahrzeug
mit 4,32 m insgesamt 12 cm länger als die Limousine. Der Radstand von 2,61 m wurde zu
Gunsten des Innenraumkomforts beibehalten, in der Höhe fällt der 307 CC mit 1,44
m gegenüber der Limousine knapp 10 cm flacher aus. Vgl.: Peugeot 206 CC
Peugeot Sésame
Mit dem Concept Car Sésame möchte Peugeot eine mögliche Antwort auf die Wünsche der Käufer kleiner Autos geben.
Mit einer Länge von 3,70 m gehört Sésame in das Kleinwagensegment (B). Sein
auffälligstes Merkmal sind die beiden seitlichen Schiebetüren. Mit vier gut zugänglichen
Sitzplätzen ist dieses vielseitige Fahrzeugkonzept für den Stadtverkehr und für
Überlandfahrten gleichermaßen geeignet. Der Wagen mit der extrem kurzen Motorhaube
bekommt ein Glasdach, das beiderseits von einer Dachreling aus Metall begrenzt ist. Im Design
lehnt sich der dynamische Vorderwagen an die jüngsten Modelle der Marke an. Dabei würden
der Kühlergrill mit seiner horizontalen Strebe und darunter der freundlich lächelnde
Lufteinlass gut ins Bild der Markenfamilie passen.
Bei diesem praktischen, aber dennoch spielerisch gestalteten Auto fällt der Blick auf
die Frontscheibe, deren Unterkante weit nach vorn bis zur Vorderachse reicht, sich gegenüber
den noch weiter vorn stehenden A-Säulen jedoch etwas mehr nach unten zieht. Die schwarze
Umrahmung der Windschutzscheibe scheint die Motorhaube noch mehr nach vorne zu schieben, wodurch
die Vorderwagen- Stufe" verschwindet und das Fahrzeug wie ein Minivan wirkt. Wie
bei den jüngsten Modellen der Marke wirken die Seitenschweller zwischen den markanten
Radausschnitten wie Trittbretter.
Die motorbetriebenen seitlichen Schiebetüren erstrecken sich jeweils über ein knappes
Drittel der gesamten Fahrzeuglänge. Die Türen laufen im Wesentlichen mit einer Gleitkufe
in einer sichtbaren, in den hinteren Kotflügel eingesetzten Schiene, die bis hinaus zur
Reserveradabdeckung auf der Wagenrückseite reicht. Gleichzeitig bildet diese Führungsschiene
die Trennlinie zwischen dem in die Heckscheibe übergehenden Seitenfenster oben und den
Heckleuchten unten. Das verkleidete Reserverad sitzt in der Mitte der Heckklappe und unterstreicht
den spielerischen, lockeren Charakter von Sésame. Zur Motorisierung könnte ein
1,6-l -Aggregat mit 80 kW/109 PS Leistung zusammen mit einem automatisierten Schaltgetriebe
herangezogen werden. Die wichtigsten Abmessungen von Sésame (m): .Länge 3,70; Breite
1,67; Höhe 1,63; Radstand 2,31.
Peugeot H2O
Das auf den Namen H2O getaufte Feuerwehrfahrzeug ist nicht nur eine Technikstudie zur Erprobung
der Brennstoffzelle, sondern zugleich ein Concept-Car für die Brandbekämpfung, das
sich sowohl für die Erkundung wie auch für den Löscheinsatz in Stadtbereichen
eignet, die für schweres Gerät wenig zugänglich sind. Durch sein Frontdesign
lässt sich das Fahrzeug mühelos der Marke Peugeot zuordnen. Hinter dem für zwei Personen ausgelegten Fahrerhaus befindet sich ein
Wassertank, auf dem eine ausfahrbare Leiter aufliegt. Um den Tank sind Stauräume sowie
die für solche Feuerwehrfahrzeuge typischen Steckdosen und anderen Anschlüsse angeordnet.
Wie bei den RC-Modellen
(Pik und Karo) unterstreichen die
Scheinwerfer mit ihren geraden Linien den besonderen Schwung der Motorhaube. In der Frontschürze
fallen ein großzügiger, Solidität suggerierender Lufteinlass und eine Chromleiste
ins Auge, die der gesamten Front noch mehr Dynamik verleiht. Die Motorhaube, die weit nach
vorn reichende Frontscheibe und das Dach bilden ein homogenes Ganzes mit dynamischer Linienführung.
In der Seitenansicht tragen die ausgeprägten Radhäuser wie die ebenso markante Schulterlinie
und der konturierte Schweller zum kraftvollen und robusten Eindruck des Fahrzeugs bei. Die
Stauräume im Heckbereich sind hinter Metalljalousien verborgen. Auf der linken Seite sind
zwei Griffe und Trittmulden zu erkennen, über die man auf das Fahrzeug gelangt. Der zylinderförmige
Tank fügt sich in das Gesamtdesign des H2O" ein. Er besitzt in seiner Rückwand
einen sanft gerundeten Deckel aus poliertem Metall, auf dem in der Mitte der markentypische
Peugeot-Löwe prangt. Über dem Tank ist eine ausfahrbare Leiter aus Leichtmetall angebracht.
Die Heckleuchten liegen hinter einer Klarglasscheibe, jede Leuchtfunktion ist durch einen eigenen
Zylinder dargestellt. Unterhalb der Heckschürze befinden sich zwei Anschlüsse, die
über ein Metallteil miteinander verbunden sind (ein Wasseranschluss und ein Strahlrohranschluss).
Abgesehen von allen glänzenden Metallteilen leuchtet die gesamte Karosserie des H2O"
in Feuerwehr-Rot"! Die 18"-Räder sind aus Leichtmetall; die tief liegende
Radnabe in Wagenfarbe ist halbkugelförmig ausgestaltet und trägt einen Chrom-Löwen
in ihrer Mitte.
Wie das Exterieur ist auch das Interieur rot lackiert. Ein Touch-Screen, ein Telefon und ein
Navigationssystem (GPS) sind mittig im oberen Armaturentafelbereich angeordnet. Der Beifahrer
schaut auf einen zweiten Bildschirm, der mit einem PC verbunden ist und die Anzeige von Gebäudeplänen
ermöglicht. Wie die gesamte Innenverkleidung des Fahrzeugs sind auch die beiden bequemen
Sitze mit rotem Neopren bezogen. In den Türtafeln fällt eine Art Metall-Rahmen"
auf, in den für die Aufnahme von Werkzeugen entsprechend vorgeformte Mulden eingearbeitet
sind. Bei der Technikstudie H2O" handelt es sich um ein Elektrofahrzeug mit Batterien
und einem aus einer Brennstoffzelle bestehenden zusätzlichen Stromaggregat, welches damit
eine ständige Stromquelle für die Versorgung verschiedener Verbraucher (Pumpen, Rauchabsauger,
Kommunikationssysteme, Steckdosen, usw.) darstellt. Die Insassen verfügen ihrerseits über
extrem kompakte Atemgeräte, die in die Führerhausausstattung integriert sind. Um
die Mobilität auch unter beeinträchtigten Sichtverhältnissen (z. B. durch Rauch)
sicherzustellen, ist das Fahrzeug mit Abstandssensoren in den Stoßfängern sowie
einem Radarsystem in der Fahrzeugfront ausgestattet.
Renault Ellypse
Die 3,90 Meter lange Limousine trägt das neue Renault-Markengesicht. Seine optischen Kernmerkmale sind die ausdrucksstarken Scheinwerfer
und der charakteristische Kühlergrill. Die klare, betont sanfte Linienführung, die
weit in die Flanken gezogene Windschutzscheibe und die halbrunde Heckscheibe prägen das
auf Anhieb sympathisch wirkende Fahrzeug. Über die gesamte Länge des transparenten
Daches sind Solarzellen angebracht, die einen wichtigen Beitrag zum Klimakomfort im Innenraum
leisten. Im Gegensatz zu den Türen auf der Fahrerseite, die nach herkömmlichem Muster
aufschwenken, warten die Türen auf der Beifahrerseite mit einem besonders innovativen
System auf: Trotz fehlender B-Säule öffnet sich die hintere Tür in beide Richtungen,
also entweder wie eine herkömmliche, vorn angeschlagene Tür oder aber in entgegengesetzter
Richtung wie eine hinten angeschlagene Tür. Bei gleichzeitigem Öffnen der Vordertür
ergibt sich so eine durchgehend offene rechte Fahrzeugseite. Das transparente Dach und die
großzügigen Fensterflächen gewährleisten allen Passagieren angenehme Lichtverhältnisse
und freie Rundumsicht.
Die wellenförmige Linienführung der Armaturentafel findet sich auch im Fahrzeugboden
und setzt sich fort bis zu den Fondsitzen. Im Zentrum der geradezu puristisch gestalteten Armaturentafel
befinden sich zwei Informationsdisplays: eines für den Fahrer, auf dem alle relevanten
Fahrzeug- und Betriebsdaten abzulesen sind, und eine versenkbare Anzeige für die Mitreisenden.
Über eine im unteren Bereich des Instrumententrägers platzierte Multifunktions-Bedieneinheit
lassen sich sämtliche Funktionen steuern bzw. aufrufen: Klimaanlage, Radio, GPS-Navigationssystem
mit dynamischer Routenführung, persönliches Adressverzeichnis, Daten zur Fahrzeugwartung
etc.
Gemäß dem Anspruch von Renault, in puncto Innendesign nachhaltig Maßstäbe
zu setzen, findet sich auch im Ellypse das moderne Bedienkonzept Touch Design, das im vergangenen
Jahr im Concept
Car Talisman erstmals präsentiert
wurde. Die Philosophie dahinter: Gleichzeitig funktionale und ästhetische Schnittstellen
machen dem Menschen auch hochkomplexe Technologie leichter zugänglich. Unverwechselbare
Formen und Materialien verdeutlichen dabei die Funktion jedes Schalters und jedes Hebels auf
Anhieb und ermöglichen so eine intuitive Bedienung aller Elemente.
Wie schon bei den Renault Concept Cars der jüngeren Vergangenheit erzeugen die schlanken
Sitzstrukturen des Ellypse ein großzügiges Raumgefühl. Ein weicher, elastischer
und widerstandsfähiger Schaumstoff, der sich ideal jeder Körperstatur anpasst, sorgt
für optimalen Sitzkomfort und fühlt sich zudem angenehm an. Darüber hinaus weisen
die Sitze eine weitere Neuheit auf: Dank eines ausgeklügelten Mechanismus können
sie per Knopfdruck automatisch in den Fahrzeugboden abgesenkt werden. So verwandeln sie sich
in wenigen Sekunden in eine praktische Liegefläche besonders vorteilhaft zum Beispiel
für Ruhepausen bei Langstreckenfahrten. Der leicht wellenförmig gestaltete Fahrzeugboden
und die ergonomisch geformten, als Kopfkissen verwendbaren Kopfstützen sorgen für
eine ideale Liegeposition.
Angetrieben wird der Ellypse von einem hochmodernen Turbodiesel mit 16 Ventilen und 1,2 Litern
Hubraum. Das Aggregat leistet 72 kW/98 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 200 Nm. Das
weiter entwickelte Common-Rail-Einspritzsystem arbeitet mit piezoelektrischen Einspritzdüsen,
die statt der heute üblichen vier bis fünf über jeweils zehn Öffnungen
verfügen, und erzielt einen Einspritzdruck von rund 2.000 bar. Die Kraftübertragung
erfolgt über ein automatisiertes Getriebe, das zur Senkung des Kraftstoffverbrauches beiträgt.
Unterstützt wird der Turbodiesel durch einen Starter-Generator mit einer Leistung von
12 kW, der gleich drei Aufgaben übernimmt: Er dient als Generator zur Stromerzeugung
wobei er eine effiziente Energierückgewinnung beim Bremsvorgang ermöglicht -, als
Starter für den Verbrennungsmotor und als Elektromotor, der dem Verbrennungsmotor zusätzliche
Leistung liefert oder auf kurzen Strecken das Fahrzeug sogar selbst antreibt.
Dank der hochmodernen Antriebseinheit und einem Gesamtgewicht von nur 980 Kilogramm verbraucht
der Ellypse nur 3,2 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. Darüber hinaus kommt im Ellypse
die so genannte "X-By-Wire"-Technologie zum Einsatz. Dabei werden Bremsen, Lenkung
und automatisiertes Getriebe nicht per Hydraulik, sondern direkt via elektronisch übertragener
Befehle angesteuert. Die eigentliche Arbeit, zum Beispiel die Servo-Unterstützung der
Lenkung, leisten elektrische Stellmotoren. Zusätzlicher Vorteil der Technologie: Der Ellypse
benötigt kaum noch Betriebsflüssigkeiten.
Suzuki Concept-S
Die Designstudie Concept-S gibt einen spannenden Vorgeschmack auf das, was von der Marke Suzuki in Zukunft zu erwarten ist. Sein originelles Design verleiht ihm eine starke Persönlichkeit,
die in der Form der Motorhaube und der markanten Linienführung zum Ausdruck kommt. Durch
seine kompakte Karosserie, die ohne Überhänge auskommt, vermittelt er den Eindruck
hoher Stabilität und Sicherheit. Bei einer Länge von weniger als 3,65 m ist der Wagen
immerhin 1,73 m breit, und rollt auf 18-Zoll Rädern. Der starke Auftritt wird außerdem
durch die einzigartige Form der Panoramascheibe mit ihren versteckten Holmen unterstrichen.
Im stark gerundeten Interieur setzt sich die Form der Panoramascheibe fort. Die von den Flügeln
eines Doppeldeckers inspirierte Form des Armaturenbretts samt seinen an ein Motorrad erinnernden
Holmen steht für die Modernität und den sportlichen Charakter dieses neuen Innenraumdesigns.
Drucktasten ersetzen herkömmliche Schalter und Hebel, für die Bedienung der Klima-
und Audioanlage ist ein Display in der Mitte des Armaturenbretts vorgesehen, das Befehle über
eine handy-ähnliche Tastatur annimmt. Diese Bordkommunikationstechnologie stammt aus dem
GSX-R4-Prototyp, der ebenfalls in Paris zu sehen war. Zugang zum Fahrzeug sowie das Anlassen des Wagens
übernimmt eine Codekarte, die zudem den Fahrer anhand seiner Fingerabdrücke identifiziert.
Motor und Fahrwerk werden daraufhin automatisch auf die Bevorzugten Kennungen eingestellt.
Daneben ermöglicht die Software das Herunterladen und Speichern von MP3-Muskidateien und
somit den Aufbau einer echten Musikbibliothek im Auto.
Und was gab es sonst noch in Paris zu
sehen?
Aston Martin Zagato
Lada Roadster Studie
VW Touareg
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