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911-Familie
bekommt Zuwachs
Turbo Cabriolet und GT3 RS ergänzen Porsche 911er-Reihe ab Herbst
Wer rastet der rostet dieses altbewährte Motto trifft auf die Sportwagenschmiede
Porsche ganz besonders
zu. Noch nie in der Geschichte des Zuffenhausener Traditionshauses gab es eine ähnlich
große Modell-Offensive wie in diesem Jahr. Neben der jüngst vorgestellten neuen Baureihe
Cayenne wird kräftig am Ausbau des Bestsellers 911 gearbeitet, der in 2003 seinen vierzigsten
Geburtstag feiert.
Nach 14 Jahren Abstinenz wird es ab Herbst wieder ein 911 Turbo Cabriolet geben, das
atemberaubende Fahrleistungen verspricht. Der Sechszylinder-Boxermotor mit Biturbo-Aufladung
leistet 309 kW/420 PS und erreicht damit Fahrleistungen wie kein anderes Cabriolet.
Den Sprint auf 100 Stundenkilometern absolviert er in nur 4,3 Sekunden und erst bei
einer Geschwindigkeit von 305 km/h endet sein Vorwärtsdrang.
Damit der offene Elfer seine fulminante Leistung auch auf den Asphalt bringen kann,
besitzt er serienmäßig Allrad-Antrieb mit einer variablen Kraftverteilung von 5 Prozent
auf die Vorderräder bei griffigem Fahrbahnzustand bzw. bis zu 40 Prozent der Antriebskraft
bei Nässe oder Glätte. Eine Hochleistungsbremsanlage sorgt für sichere Verzögerung
auch bei hoher Belastung, auf Wunsch ist auch die Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB)
lieferbar.
Zu erkennen ist das Turbo Cabriolet an den breiten Radhäusern, die um 60 Millimeter
weiter ausgestellt sind sowie an den seitlichen Einlassöffnungen für die Ladeluftkühlung.
Turbo typische Merkmale sind zudem die Auslässe für die Ladeluft im seitlichen unteren
Bereich der Heckschürze und die markanten drei großen Öffnungen im Frontbereich.
Wie bei allen 911 Cabriolets werden die Insassen im Falle eines Überschlags von zwei
dezent hinter den Rücksitzen versteckten Überrollbügeln geschützt, die ein Neigungssensor
auslöst. Das serienmäßige PSM-System bremst den Fahrer bei Überschreitung des Grenzbereiches
durch einen gezielten Eingriff ins Motormanagement ein, was laut Porsche den sportlichen
Charakter des 911 Turbo aber nicht beeinträchtigen soll.
Das serienmäßige elektrische Verdeck öffnet in rund 20 Sekunden vollautomatisch, wenn
es sein muss sogar während der Fahrt bis Tempo 50. Windschott und Hardtop gehören beim
offenen Straßenrenner ebenso zur Serienausstattung wie Metallic-Lackierung, Bi-Xenon-Scheinwerfer,
elektrische Ledersitze, Klimaautomatik und ein BOSE-Soundsystem. Abgerundet wird das
Ausstattungspaket durch das Porsche Communication Management (PCM) mit Doppeltuner,
CD-Player, Navigations-System und Reiserechner. Top ist allerdings auch der Preis:
Exakt 138.652 Euro sind nach Zuffenhausen für den Frischluftorkan zu überweisen.
Mit dem GT3 kommt ab Oktober eine weitere 911-Variante und markiert das obere Ende
der Elfer-Familie. Allein die Bezeichnung RS lässt die Herzen von Porsche-Kennern
höher schlagen. Legendäre Modelle wie der Carrera RS 2.7 von 1972 und der 911 SC RS
von 1984 schrieben Porsche- und Motorsport-Geschichte. Mit dem neuen 911 GT3 RS will
man diese Tradition nun fortsetzen und mindestens 200 Einheiten davon bauen.
Das extreme niedrige Leistungsgewicht von nur 5,86 kg/kW unterbietet die Clubsportversion
des GT3 um vier Prozent. Erreicht wurde dies durch eine Gewichtseinsparung von 50 kg
vollgetankt wiegt der Neue jetzt 1.360 kg. Lieferbar ist der RS ausschließlich
mit einem Überrollkäfig und in weißer Lackierung mit blauen oder roten Schriftzügen.
Angetrieben wird er von einem 3,6-Liter Sechszylinder-Boxermotor mit einer Leistung
von 280 kW/381 PS bei 7.300 Umdrehungen/Minute. Abgeregelt wird erst bei einer maximal
Drehzahl von 8.200. Den Normsprint auf 100 km/h absolviert der GT3 RS in atemberaubenden
4,4 Sekunden, bis Tempo 200 vergehen gerade einmal 14,0 Sekunden. Der Vortrieb endet
erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von 306 km/h. Doch das Vergnügen für Hobby- und
Profisportler hat seinen Preis. Exakt 120.788 Euro kostet der 911 GT3 RS. Viel Geld
für wenig Gewicht aber viel Fahrspaß. (dio) |
Porsche 911 Turbo Cabriolet






Porsche 911 GT3
RS



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