|
Lust auf
Mobilität
Seat Altea 2.0 TDI Stylance
Die Welt von heute hat viel zu bieten, aber sie fordert auch viel: Das gilt für die
Menschen wie für ihre Autos. Wer nicht flexibel, neuem nicht aufgeschlossen ist, der
fällt zurück. Und so haben auch die Personenwagen ihre klassischen Vorbilder längst
hinter sich gelassen. Wandelbare Zwecke bestimmen die Konzepte, und was vielen Wünschen
passgenau entsprechen kann, hat die besten Chancen am Markt. Die fahrbaren Räume müssen
nicht nur Menschen und Gepäck transportieren können, sondern auch Lebensweisen und
Lebensgefühle. Der Seat Altea verkörpert diesen Anspruch auf meisterhafte Art.
Kompaktvans liegen im Trend und so ist es kein Wunder, das fast alle Volumenhersteller
im aufsteigenden Segment kräftig mitmischen. So auch der Volkswagenkonzern, der neben
dem eher biederen VW Touran noch einen zweiten, ganz besonders scharfen Pfeil im Köcher
hat, den extravaganten Seat Altea. Und obwohl beide auf der Plattform des Golf V aufbauen,
unterscheiden sie sich doch erheblich voneinander. Die Seat Marketingstrategen gehen
sogar so weit und sprechen von einer neu begründeten Fahrzeugklasse, dem Multi
Sport Vehicle (MSV). In der Tat ist es den Spaniern gelungen, einen Spagat zwischen
nüchterner Funktionalität und unverwechselbarer Avantgarde zu schlagen. Der Altea fasziniert
durch sein sportives und frisches Erscheinungsbild, das fast schon angriffslustige
Gesichtszüge trägt und ohne jeden Zweifel ein echter Hingucker ist. Die knallrote Lackierung
des Testwagens passt wie die Faust aufs Auge zu seinem sportlichen Charakter und unterstreicht
seine knackige Form.
Unsichtbar geparkte Scheibenwischer
in den A-Säulen
Tenor des Designs: sportlich-dynamisch. Das erweist sich schon an der ausgeprägten
Keilform, die von einer muskulösen und schwungvollen nach hinten abfallenden Sicke
noch betont wird. Die gewölbte und gepfeilte Motorhaube, die wie selbstverständlich
vom markanten Kühlergrill mit dem großen, selbstbewussten Seat-Logo zur Windschutzscheibe
fließt und die kühn modellierten Radhäuser verhindern jeden Anflug von fader Nutzform.
Der Altea kann mit einer Vielzahl origineller Details auftrumpfen, wie etwa die geschickt
in den A-Säulen versteckt geparkten Scheibenwischer, die praktisch unsichtbar sind
oder die kessen Luchsaugen Scheinwerfer, die für einen hohen Wiedererkennungswert sorgen.
Das dynamische Esprit des Seat setzt sich auch im Innenraum fort, der jugendliche Frische
ausstrahlt, ohne dabei verspielt zu sein. Die drei Rundinstrumente liegen wie zu guten
Alfa-Zeiten in tiefen Höhlen verborgen und sind optimal ablesbar hier wurden
keinerlei Designspielereien gewagt. Auch Neueinsteiger finden sich im Altea auf Anhieb
zurecht, alle Knöpfe und Schalter sind logisch gruppiert und einfach zu bedienen. Die
vorderen Sitze sind sportlich ausgeprägt und bieten selbst bei forscher Gangart einen
hervorragenden Seitenhalt. Hinten sitzen zwei Passagiere recht kommod mit überdurchschnittlich
viel Bein- und Kopffreiheit, doch bei dreien wird es auf dem mittleren Schwiegermuttersitz
schnell unbequem, da hier die starke Profilierung der Rücksitzbank längere Fahrten
fast unerträglich macht. Überhaupt verwundert es, das der Altea nicht unbedingt durch
eine besonders ausgeprägte Variabilität glänzen kann, wie sie beispielsweise Scenic,
Zafira und Konsorten bieten. Asymmetrisch geteilt umklappbare Rücksitze und einen raffinierten
doppelten Kofferraumboden das wars dann aber auch schon.
Das Ladeabteil fasst 409 Liter plus weitere 96 Liter unter dem aufklappbaren Boden.
Legt man die Rücksitzbank um, passen in den Altea reichlich 1.320 Liter hinein. Pfiffig
ist die praktische Zusatzablage unter der Gepäckraumabdeckung, die Warndreieck und
Regenschirm aufnimmt. An Ablagen geizten die Spanier indes nicht, bis zu 30 Staufächer
haben die Konstrukteure eingebaut und im ganzen Innenraum verteilt. Die großzügigen
Türablagen nehmen selbst Eineinhalb Liter-Flaschen mühelos auf.
Temperamentvoller Durchzug
aus niedrigen Drehzahlen
Doch kann der Seat auch beim Antrieb punkten? Der von uns gefahrene Zweiliter TDI,
der 103 kW/140 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 320 Nm an die Vorderachse
abgibt, begeistert durch temperamentvollen Durchzug schon aus niedrigsten Drehzahlen.
Anfahrschwäche oder Turboloch sind dem Altea gänzlich fremd. Der spritzige Motor macht
aus ihm ein sehr agiles und fahraktives Auto, das ausgezeichnet zu seinem sportlichen
Charakter passt. Gute 200 km/h Spitzengeschwindigkeit sind mit dem Common Rail Turbodiesel
mühelos drin, den Sprint von 0 auf 100 bewältigt er in 9,9 Sekunden. Auch das Schalten
mit dem serienmäßigen Sechsganggetriebe ist ein Vergnügen, flutschen die Gänge doch
präzise und knackig durch die Schaltkulisse. Gegen einen Aufpreis von 1.400 Euro kann
der Altea auch mit dem vielgelobten direktschaltenden Sechsgang-Automatik-Getriebe
DSG kombiniert werden. In flott gefahrenen Passagen verhindert das sportlich abgestimmte
Fahrwerk eine zu starke Seitenneigung der Karosserie, ohne dabei jedoch hart und unkomfortabel
zu sein. Lediglich bei starken Seitenböen neigt der hohe Fahrzeugaufbau zum leichten
abdriften, hier hilft nur rasches korrigieren.
Auch die umfangreiche Sicherheitsausstattung kann sich sehen lassen, so sind beispielsweise
ESP, Bremsassistent, Kopfairbags und Seitenairbags vorn sowie Isofix-Kindersitzhalterungen
in allen Versionen serienmäßig mit an Bord. Der 22.870 Euro teure Altea 2.0 TDI Stylance
kann darüber hinaus mit einer kompletten Komfortausstattung aufwarten, die 16-Zoll-Leichtmetallräder,
CD-Radio, Zweizonen Klimaautomatik, vier elektrische Fensterheber, Geschwindigkeitsregelanlage
und Nebelscheinwerfer umfasst Geizig ist der Seat einzig und alleine beim Spritkonsum,
gerade einmal 7,7 Liter Dieselkraftstoff auf 100 km genehmigte er sich über die komplette
Testdistanz.
Fazit
Die Kaufentscheidung könnte nicht selten spontan fallen so sehr überzeugt das
gelungene Design des Altea. Und sie würde wohl nur der Auftakt für viele weitere Entschlüsse
sein, sich einfach hineinzusetzen und loszufahren, ob in ein sportliches Wochenende
oder einen fröhlichen Besuchsnachmittag. Lust auf Mobilität: Der Seat Altea kann sie
erfüllen. (dio)
Technische Daten:
(Werksangaben)
|
Motorbauart/Zylinderanzahl |
Vierzylinder
Common-Rail Turbodiesel |
|
Hubraum [cm3] |
1.968 |
|
Leistung [kw/PS]
bei U/min |
103 / 140 bei
4.000 |
|
Max. Drehmoment
[Nm] bei U/min |
320 bei 1.750
2.500 |
|
Antrieb |
Frontantrieb |
|
Länge x Breite
x Höhe [mm] |
4.280 x 1.768
x 1.568 |
|
Radstand [mm] |
2.578 |
|
Leergewicht
/ Zuladung [kg] |
1.430 / 595 |
|
Kofferraum
[L] |
96 / 409 /
1.320 |
|
Tankinhalt
[L] |
55 |
|
Höchstgeschwindigkeit
[km/h] |
201 |
|
Beschleunigung
0 - 100 km/h [s] |
9,9 |
|
Durchschnittsverbrauch
[L/100 km] |
7,7 l Diesel
(Testverbrauch) |
|
Grundpreis
[Euro] |
22.870 |
Seat bei www.automobilrevue.de:
Seat
Alhambra 2.8 Sport 4
Seat
Cordoba Cupra
Seat
Ibiza Cupra R
Seat
Ibiza 2002
Seat
Ibiza 1.9 TDI
Seat
Ibiza FR 1.9 TDI
Seat
Leon Cupra R
Seat
Leon Cupra 4
Seat
Salsa Emoción
Seat
Toledo Prototipo
Weitere Informationen zu Seat
finden Sie unter www.Seat.de
|
Fotos: Achmad Setiawan















|