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Span.: Mischung:
La Mezcla oder SEAT Altea Freetrack
Der Seat Altea Freetrack ist eine Mischung in jeder Hinsicht. Sowohl bildet er eine Kreuzung
aus Familien Van, Reiselimousine und Geländewagen, aber auch einen Mix aus all den verschiedenen
VW Modellen. Cross-Over nennt sich das bei den Automobilherstellern.
Man nehme den Altea XL, gebe neue Front- und Heckschürzen im Offroad-Look hinzu und spare nicht
mit schwarzem Kunststoff an den Radhausblenden. Nun fügt man den Allradantrieb des VW Golf
4motion und wahlweise den 170-PS-TDI Motor aus dem Octavia RS oder die 200-PS-TSI Variante
aus dem Golf GTI hinzu. Garniert wird das ganze mit einer umfangreichen Serienausstattung.
Fertig ist der Altea Freetrack.





Begegnet man nun dem Freetrack in der Stadt oder auch mal auf einem Waldweg, so kommen einem
die Worte ungewöhnlich bis eigenwillig in den Sinn. Nimmt man dann in den serienmäßigen
und bequemen Sportsitzen Platz fällt einem viel Plastik in die Augen. Eine Mischung aus schwarz
und braun dominiert im Innenbereich. Aber auch das angenehme Platzangebot selbst für 5 Erwachsene
fällt auf. Übersichtliche Bedienelemente allerorts, lediglich den Warnblinkknopf muss man erst
suchen und es fehlt eine Licht-an-Warnung. Ablagen allerorts sorgen dafür, dass nichts herumliegen
muss. Sogar am Fahrzeughimmel befinden sich eine Fächerleiste, hinter deren letztem Fach sich
der serienmäßige Monitor für das Back Seat Unterhaltungsprogramm verbirgt. Sollte
hinten niemand Platz nehmen, kann man das Kofferraumvolumen auf bis zu 1592 Liter vergrößern.
Da man die geteilte Rückbank um bis zu 19 cm verschieben kann käme regulär auf 490 593
Liter. Auch hier ordentlich viele Ablage und kleine Staufächer und zudem noch eine Abdeckung,
die durch leichten Druck von selbst nach hinten rollt.



Aber Stauraum ist nicht alles. Wie fährt sich der Spanier nun? 170 PS und 350 Nm Drehmoment
sollten ausreichen, um flott über die Straße zu kommen. Hat man die bangen 1-2 Sekunden beim
Anfahren überstanden, in der der Ladedruck aufgebaut wird, sprintet der Seat auch schon los.
6 Gänge und der Allradantrieb zeigen Straße, Schotter oder Waldweg wer hier das Sagen hat.
Vorraussetzung für ein angenehmes Fahrgefühl ist die Beherrschung des etwas zu schmal geratenen
Drehzahlbandes des Motors. Hält man den Motor dann zwischen 2000 und 4000 Touren geht es dann
sportlich durch die Kurven und mit Anlauf auf der Autobahn kann man die 200 km/h knacken. Allerdings
ist die angegebene Anhängerlast mit 1,4 Tonnen nicht eben üppig. Dafür punktet der Cross-Over
mit günstigen 7,4 l/100 km Verbrauch und guter Bremsleistung. Der nicht mehr recht zeitgemäße
Pumpe-Düse-Turbodiesel macht allerdings keinen Hehl aus seinem Dasein und so muss man leider
mit einem erhöhten Geräuschpegel rechnen.



Seat hätte gerne 30 790 Euro für den TDI, was angesichts der umfangreichen Serienausstattung
und des Allradantriebes nicht übertrieben erscheint. Vergleicht man hier mit den anderen SUVs
Peugeot 4007 (fast 7000 Euro mehr) oder dem VW Touran (30 300 Euro) kommt der Freetrack auch
gut weg. Der Honda CR-V 2.2 kostet zwar rund 3000 Euro weniger, bietet allerdings auch weniger
Temperament.
Für Leute, die ab und an einen Allradantrieb benötigen und dazu noch Familie mitbringen ist
der Altea Freetrack durchaus eine Überlegung wert. Auch wird einem die Entscheidung, ob nun
Familien-Van oder SUV abgenommen. Wer mit dem eigenwilligen Design keine Probleme hat und sich
nicht an etwas lauteren Innengeräuschen stört, der weiß sicher die Vorzüge des Seat zu schätzen.
Die besten Eigenschaften, die die verschiedenen anderen Fahrzeuge zu bieten haben zusammen
- La Mezcla eben. (tor)
Seat bei ww.automobilrevue.de:
Weitere Informationen zu Seat finden Sie unter: www.seat.de
Fotos: Seat & Tobias Reinhard