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Wahres Autokino
VW Microbus
Speziell auf den US-Markt zielt der im Volkswagen- Designstudio Kalifornien entwickelte
Microbus, der traditionelle Werte wieder aufgreift und diese neu interpretiert. Das
mit dem New Beetle erfolgreich eingeführte Retro-Design wird mit dem Zukunfts-Bus fortgesetzt
und erinnert an eine große Tradition, die 1950 mit dem ersten VW Bus begann und besonders in den USA schnell zu Kultstatus gelangte. Die bullige
Frontpartie erinnert nicht zufällig an den klassischen T1 und kombiniert geschickt
modernste Optik und Technik miteinander, besonders die schmalen Doppelxenon-Scheinwerfer
mit Klarglasoptik sowie eine freundliche Zweifarbenlackierung setzen hier starke Akzente.
Hinter dem überaus groß dimensionierten Markenemblem verbirgt sich ein neuentwickelter
3.2-Liter starker V6-Motor mit 170 kW (231 PS), der ein Drehmoment von max. 320 Nm
leistet.
In der Seitenansicht trifft man auf einen alten Bekannten wieder, das zusätzliche vordere
Seitenfenster, welches im Gegensatz zu früheren VW-Modellen jedoch nicht ausstellbar
ist. In den D-Säulen finden sich integrierte Glasschlitze und auf beiden Seiten sind
große Schiebetüren angebracht, die auf Knopfdruck elektrisch öffnen und schließen.
Für die riesigen 20-Zoll- Leichtmetallräder wurden die Radläufe betont kräftig ausgelegt,
wodurch der Microbus schon im Stand sehr bullig erscheint. Die sachlich gestylte Heckpartie
wirkt harmonisch und setzt die dem Konzept zugrundeliegende Designidee konsequent fort.
Die breite Spurweite, das flache Auspuffendrohr und das große VW-Zeichen kennzeichnen
eine außerordentliche Dynamik.
Im Innenraum fallen zahlreiche Monitore auf, die den Retrobus zum wahren Autokino umfunktionieren.
In der Mittelkonsole befindet sich ein 7-Zoll-Bildschirm im 16:9-Format, in den Lehnen
der ersten und zweiten Sitzreihe zwei ausfahrbare Displays, ebenso zwischen der zweiten
und dritten Sitzreihe. Ein zweiter 7-Zoll-Bildschirm, der das Bild einer "Backeyecamera"
anzeigt, ersetzt den herkömmlichen Innenrückspiegel und ermöglicht eine verbesserte
Sicht nach hinten. Auffallend ist der in die Instrumententafel integrierte große Joystick,
über den die Fünfstufenautomatik mit Tiptronic angesteuert wird. Eine Neuentwicklung
ist der transparente Kunststoff-Wageninnenboden, der den Blick auf die darunter befindliche
Aluminiumfläche freigibt.
Ob der Microbus Chancen auf eine Serienfertigung hat wird derzeit noch geprüft. Sicher
ist jedoch, das der neue Caravelle/Transporter Anleihen an dieser attraktiven Studie
nehmen wird. Warten lohnt sich. (dio)
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